Dynamo-Kapitän Hartmann wollte und bekam sein Déjà-vu in Rostock!

Dresden/Rostock - Es war mit Ansage! Marco Hartmann (32) wünschte sich am Donnerstag zur Pressekonferenz vor der Partie das Déjà-vu-Erlebnis und bekam es.

Hansa-Coach Jens Härtel (51) konnte nicht fassen, was Dynamo alles wegverteidigte.
Hansa-Coach Jens Härtel (51) konnte nicht fassen, was Dynamo alles wegverteidigte.  © osnapix / Titgemeyer

Vor fünf Jahren bei seinem letzten Auftritt in Rostock hatte er getroffen und Dynamo Dresden mit 3:1 gewonnen. Beides klappte am Samstag wieder: Das Endergebnis war gleich und "Harti" schoss wieder ein Tor.

Damals war es das 1:0 nach Freistoß von Marvin Stefaniak (25), am Samstag das 2:0 nach Freistoß von Patrick Weihrauch (26).

"Ich liebe den Begriff 'das Tor erzwingen' nicht so. Aber das wollte Marco. Er ließ sich nicht davon abbringen. Ganz groß gemacht", lobte Trainer Markus Kauczinski (50).

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Weihrauch löffelte den Freistoß in den Strafraum, Hartmann nahm den Ball mit der Brust mit, ließ ihn aufkommen und schoss aus der Drehung ein.

"Patrick hatte den Blick für die Situation, der Gegner war noch gar nicht bereit. Was soll sich sagen, Zufall war es nicht, aber ich würde es auch nicht so groß an die große Glocke hängen", grinste der Schütze nach der Partie.

Hansa Rostocks Coach Jens Härtel lobt Dynamo Dresdens Marco Hartmann: "Kloppt alles raus"!

Marco Hartmann (32, 2.v.r.) trifft zum 2:0 für Dynamo, Rostocks Jan Löhmannsröben (29, r.) kann den Abschluss nicht verhindern.
Marco Hartmann (32, 2.v.r.) trifft zum 2:0 für Dynamo, Rostocks Jan Löhmannsröben (29, r.) kann den Abschluss nicht verhindern.  © Fotostand

Doch, das kann man schon machen! Auch, weil Hartmann sein Kerngeschäft sehr souverän erledigte, der Turm in der Schlacht war.

Rostock machte in den zweiten 45 Minuten Druck, prallte immer wieder ab. Was sogar Hansa-Trainer Jens Härtel Respekt abnötigte.

"Du flankst und flankst und der Hartmann kloppt alles raus. Das war verrückt."

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Hartmann selbst ärgerte das 1:3 kurz vor der Pause, deshalb legte er alle Energie in die zweite Hälfte, um alles wegzuverteidigen - wie es heute so schön heißt.

"Wir waren konsequent, Hansa hatte trotzdem zwei, drei Chancen, wo das Ding kippen kann. In Zukunft müssen wir mit so einer Führung im Rücken noch besser im Ballbesitz sein", legte der 32-Jährige trotz des Dreiers den Finger in die Wunde.

Titelfoto: Fotostand

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