Dynamo-Keeper Boss: Erster und letzter Einsatz? "Entscheidung ist noch nicht gefallen"

Dresden - An seinem 27. Geburtstag am Sonntag bekam Tim Boss ein großes Geschenk. Er durfte beim Saisonausklang und dem 2:2 gegen den VfL Osnabrück erstmals ins Tor von Dynamo Dresden - und wohl auch zum letzten Mal, sein Vertrag läuft aus. 

Ein gewohntes Bild in den vergangenen zwei Jahren: Tim Boss hütete nur im Training den Dynamo-Kasten. Erst nach fast zwei Jahren kam er zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz.
Ein gewohntes Bild in den vergangenen zwei Jahren: Tim Boss hütete nur im Training den Dynamo-Kasten. Erst nach fast zwei Jahren kam er zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz.  © Lutz Hentschel

Nach zwei Jahren ohne Punktspielpraxis machte er seine Sache gut. "Ich habe mich natürlich gefreut, 90 Minuten spielen zu dürfen. Mein erster Einsatz, man muss leider sagen nach zwei Jahren, zu spät für mich selbst. Dass es auf meinen Geburtstag fällt, aber umso schöner", so Boss zu seiner Premiere.

Boss sah den Verlauf der Partie als "Sinnbild der Saison. Wir haben in der ersten Halbzeit sehr souverän gespielt, sind in der zweiten Hälfte verdient mit 2:0 in Führung gegangen und haben es dann wieder aus der Hand gegeben. Vielleicht hat auch die Spannung ein bisschen gefehlt."

Er sah von Beginn an überlegene Dresdner. Dynamo spielte gut, couragiert, ließ den Ball laufen, aber vorn drin die Konsequenz vermissen. 

Bevor Marco Terrazzino das 1:0 (23.) nach einer Flanke von Godsway Donyoh köpfte, musste die SGD längst vorne liegen und hätte danach die Führung ausbauen müssen. 

Zwischendurch parierte Boss großartig (29.) gegen David Blacha - Osnabrücks einzige gute Chance bis zur 76. Minute.

Das 2:0 (59.) besorgte Patrick Schmidt nach einem feinen Konter, alles schien klar. Aber danach wurde die SGD leichtsinnig. Erst traf Anas Ouahim (76.) völlig frei, dann versenkte Niklas Schmidt einen Freistoß aus 18 Metern sehenswert (81.). Boss war beide Male chancenlos.

Tim Boss hat mit Dynamo Dresden "noch kein Gespräch" geführt

Aber wie geht es jetzt mit ihm weiter? "Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Aber man muss ganz klar sagen, wie die letzten zwei Jahre gelaufen sind, war für mich nicht zufriedenstellend. Das kann sich jeder vorstellen. Es muss positiv weitergehen für mich", gibt er offen und ehrlich zu.

Er schließt einen Wechsel nicht aus: "Mit Dynamo ist noch kein Gespräch geführt worden. Deswegen muss man aus Spielersicht ja so vernünftig sein und sich umschauen." 

Titelfoto: Lutz Hentschel

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