Dynamo-Pechvogel Müller nach Platzverweis: "Das geht auf meine Kappe"

Dresden - Das war der Genickbruch der Partie und vielleicht auch das Ende aller Zweitliga-Träume von Dynamo Dresden. Die Gelb-Rote Karte für Jannik Müller nach 39 Minuten beim 0:2 in Kiel brachte die SGD auf die Verliererstraße.

Patrick Ittrich gnadenlos! Er zeigte auch Markus Kauczinski die Gelbe Karte.
Patrick Ittrich gnadenlos! Er zeigte auch Markus Kauczinski die Gelbe Karte.  © Frank Molter/dpa

"Das geht auf meine Kappe", gab der Sünder nach der Partie völlig frustriert und kleinlaut zu.

Es war im 92. Zweitligaspiel der erste Platzverweis des 26-Jährigen und dann ausgerechnet in diesem überlebenswichtigen Spiel. Bis dahin hatte Dresden die Partie im Griff, danach wurde die Dynamo kielgeholt. 

"Die erste Gelbe war ein taktisches Foul. Bei der zweiten war der Ball unsauber gespielt, ich wollte noch ran, gehe in den Zweikampf. Ich hatte in dem Moment einfach nicht mehr daran gedacht, dass ich schon verwarnt war. Die kann man leider geben. Zwei Fouls, zwei Gelbe Karten. Ich hätte den Ball einfach weghauen sollen", ärgerte sich Müller über sich selbst.

Trainer Markus Kauczinski sah in der gleichen Aktion auch Gelb, weil er sich über die Entscheidung beschwerte. 

Auch im Laufe der zweiten Hälfte gifteten er und sein "Co" Heiko Scholz über so manch knifflige Entscheidung von Schiri Patrick Ittrich. 

Runter mit dir! Schiri Patrick Ittrich zeigte Jannik Müller die Gelb-Rote Karte.
Runter mit dir! Schiri Patrick Ittrich zeigte Jannik Müller die Gelb-Rote Karte.  © Frank Molter/dpa
Jannik Müller (r.) foulte Jannik Dehm - und flog dafür runter.
Jannik Müller (r.) foulte Jannik Dehm - und flog dafür runter.  © Frank Molter/dpa

Der ganze Frust der letzten Wochen entlud sich. "Jannik trifft den Ball, aber auch den Gegenspieler. Das geht am Ende so in Ordnung. Aber es war in den letzten Wochen einfach so viel dabei, was aus dieser Sicht nicht passte. Wenn du dann siehst, wie die Jungs darunter leiden. Da musste das alles mal raus, das staute sich auf. Aber, um Gottes Willen, daran lag es heute nicht", so Kauczinski.

Titelfoto: Frank Molter/dpa

Mehr zum Thema Dynamo Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0