Dynamo: Ausgerechnet gegen den HSV! Überraschung bei Becker-Premiere?

Dresden - Sein letztes Pflichtspiel datiert vom 19. Mai 2019, als "sein" Hamburger SV am 34. Spieltag der Saison 2018/19 gegen Duisburg 3:0 gewann, aber den angestrebten Aufstieg in die Bundesliga dennoch verpasste. 
Ralf Becker (l.) mit Cheftrainer Markus Kauczinski.
Ralf Becker (l.) mit Cheftrainer Markus Kauczinski.  © Lutz Hentschel

Eine Woche später musste er als Sportchef der Rothosen gehen. Danach hatte Ralf Becker Pause, bis er am 1. Juli in Dresden aufschlug. 

Seine Premiere als Sportgeschäftsführer der Dynamos feiert der 49-Jährige am morgigen Montag - ausgerechnet gegen den HSV.

Das sind die Geschichten, die der Fußball schreibt. Das muss wohl Becker auch gedacht haben, als er die Auslosung verfolgte. 

Das Glück perfekt macht bei ihm, dass nun wider Erwarten sogar Zuschauer diesen Knüller sehen dürfen. "Das hätte ich vor Wochen noch ausgeschlossen", so Becker.

In den letzten Tagen war er nicht nur aufgrund dieses Fakts ein sehr gefragter Mann. Die Medienwelt weiß um seine Vergangenheit als Hamburger und als neuer Macher der Schwarz-Gelben.

Wie viel Becker steckt denn eigentlich noch im neuen HSV? Er windet sich ein bisschen um die Antwort. "Das will ich gar nicht beantworten, das ist total unwichtig", sagt er und zeigt auf seinen Cheftrainer Markus Kauczinski. 

Dynamo Dresdens Ralf Becker steht nicht gerne im Mittelpunkt

Ralf Becker ist seit 1. Juli Sportgeschäftsführer der Dynamos. Am Montag erlebt er seine Pflichtspiel-Premiere bei den Schwarz-Gelben - und das ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein Hamburger SV.
Ralf Becker ist seit 1. Juli Sportgeschäftsführer der Dynamos. Am Montag erlebt er seine Pflichtspiel-Premiere bei den Schwarz-Gelben - und das ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein Hamburger SV.  © Lutz Hentschel

"Wir arbeiten jetzt hier zusammen für Dynamo. Und natürlich unterhalte ich mit Markus über das Spiel. Vielleicht kenne ich in dem Fall den einen oder anderen etwas besser", so Becker.

Fast schien es, als wolle er danach gar nichts mehr zum Pokal-Hit sagen. Der Mann, der in zwei Wochen seinen 50. Geburtstag feiern wird, will nicht im Mittelpunkt stehen.

Aber er musste doch nochmal ran. Er wurde gebeten, beide Vereine zu vergleichen. Unterschiede, Gemeinsamkeiten, außer dass beide Städte an der Elbe liegen?

"Gemeinschaftlich ist, dass immer viel los ist. Beide sind wahnsinnig große Traditionsvereine mit einer hohen Emotionalität. Es sind immer viele Medien vertreten, das ist Hamburg schon mal ähnlich", schmunzelt er.

Und auch die Leidensfähigkeit der Fans haben beide Vereine gleich. "Es gibt in Deutschland wenig Vereine, wo die Fans so viel mitgemacht haben. Für mich ist es immer eine ganz große Herausforderung, bei solchen Vereinen arbeiten zu dürfen. Das macht den Fußball aus. Das macht es auch manchmal etwas schwieriger, etwas komplizierter", so Becker.

Einen Unterschied soll der Erfolg werden. Mit dem HSV schaffte er den Aufstieg nicht, mit Dresden soll es klappen. Selbstvertrauen auf dem langen Weg dorthin soll eine mögliche Pokal-Überraschung geben. Becker würde sich bei seiner Premiere freuen.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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