Dynamo-Spiel gegen Lübeck findet statt, Trainer Kauczinski geht locker mit den Widrigkeiten um

Dresden - Aaaaaah, wie schön sieht doch das Grün im Rudolf-Harbig-Stadion aus! Die Platzkommission hatte am Samstagvormittag nichts zu beanstanden. Die Partie von Dynamo Dresden gegen den VfB Lübeck kann über die Bühne gehen.

Der Schnee ist weg, der Rasen wieder grün! Im Harbig-Stadion kann bei diesen Bedingungen gegen Lübeck gespielt werden.
Der Schnee ist weg, der Rasen wieder grün! Im Harbig-Stadion kann bei diesen Bedingungen gegen Lübeck gespielt werden.  © SGD/Twitter

Das Stadionteam hat in den vergangenen Tagen seine Arbeit erledigt und wünscht sich nun als Lohn natürlich drei Punkte!

Die will Markus Kauczinski (50) mit seiner Truppe auch. Er wurde diese Woche wieder auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Erst die Absage des Nachholers gegen den SV Wehen Wiesbaden, dann das Warten, ob Lübeck stattfinden kann.

Der 50-Jährige bleibt dabei immer extrem gelassen, beschwert sich nicht, regt sich nicht auf, wo andere aus der Haut fahren. Nervt es ihn gar nicht, wenn Spiele kurzfristig ausfallen, alle Planungen über den Haufen geworfen werden müssen?

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"Das ist Teil des Jobs. Ich bin da eher lösungsorientiert und überlege immer: Was kann ich aus der Situation am besten machen? Da gibt es kein Hadern. So bin ich im Leben, so bin ich im Job. Ich sehe immer das Positive, versuche aus allem positive Dinge herauszuziehen. Das gilt fürs Wetter, für Corona und für Verletzungen", so Kauczinski.

Nur die Verletzungen ärgern ihn: "Das tut schon mehr weh, wenn ich sehe, dass die Jungs ausfallen, wenn ich ihren Kampf in der Reha sehe. Chris Löwe zum Beispiel. Wenn wir anfangen, ist er schon fertig. Das schmerzt mich natürlich schon."

Dynamo Dresden soll gegen den VfB Lübeck mit "mehr Durchschlagskraft nach vorn" spielen!

Beim Hinspiel hatte Dynamo-Coach Markus Kauczinski (50) noch die heißblütigen Lübecker Zuschauer im Nacken.
Beim Hinspiel hatte Dynamo-Coach Markus Kauczinski (50) noch die heißblütigen Lübecker Zuschauer im Nacken.  © picture point/Sven Sonntag

Nun hat der Trainer die Gewissheit und kann sein Team auf eine Mannschaft aus Lübeck einstellen, die jeden Grashalm im Stadion kennenlernen wird, die kämpft.

Das war schon beim 1:0-Sieg der Dynamos im Hinspiel so. Das letzte Spiel in der Fremde mit Zuschauern.

1.000 waren es offiziell, in Wirklichkeit deutlich mehr. "Da hat man jeden Einzelnen gehört, das war heiß. Da war Feuer drin. Das Spiel war sehr umkämpft. Natürlich steuern wir wieder einen Sieg an", gibt sich Kauczinski optimistisch.

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Er muss und wird sich der eindeutigen Favoritenrolle stellen. Dresden ist Spitzenreiter, Lübeck Letzter. "Die Rolle ist klar. Wir wissen aber auch, dass uns der VfB alles abverlangen wird. Die letzten Spiele von Lübeck waren umkämpft, alles enge Ergebnisse. Ich verlange aber von meiner Mannschaft, dass wir als Tabellenerster mit Überzeugung, Kampf und Leidenschaft spielen - und mit mehr Durchschlagskraft nach vorn."

An der Qualität des Platzes wird das Vorhaben nicht scheitern...

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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