Dynamo-Stürmer Daferner freute sich erst später: "Solche Siege sind natürlich geil"

Dresden - Als auch der letzte Ball am Freitag in den Lauterer Nachthimmel gedroschen war, der letzte Grashalm weggegrätscht wurde, nach 95 Minuten der Abpfiff von Dr. Martin Thomsen erfolgte, da rissen die Spieler von Dynamo Dresden jubelnd die Arme nach oben und fielen erschöpft zu Boden. 

Christoph Daferner hielt alles hin - auch das Gesicht beim Freistoß von Hikmet Ciftci. Nach kurzer Behandlung ging's weiter.
Christoph Daferner hielt alles hin - auch das Gesicht beim Freistoß von Hikmet Ciftci. Nach kurzer Behandlung ging's weiter.  © imago images/Jan Hübner

Sie hatten das 1:0 mit Mann und Maus verteidigt. Die große Freude kam allerdings erst danach, wie Christoph Daferner sagte.

Der Stürmer hatte seine großen Szenen diesmal nicht an vorderster Front, er hatte sie im hinteren Mittelfeld, im eigenen Strafraum, weil er durch die Ampelkarte von Paul Will (45.) in der Defensive mit aushelfen musste. 

Gegen den HSV im Pokal konnte er sich noch vorn austoben, hatte seine Freiräume, die er zum zwischenzeitlichen 3:0 auch nutzte. 

Auf dem Betzenberg war das anders: "So richtig freuen kann man sich jetzt noch nicht. Es war sehr, sehr harte Arbeit, vor allem defensiv sehr viel Laufarbeit. Wir mussten sehr viel arbeiten, defensiv arbeiten, den anderen immer schützen", erklärte er nach der umkämpften Partie.

Dresden machte nach der Pause geschickt die Mitte zu. Lautern zog sein Spiel rund um den 16er auf, probierte es immer wieder mit hohen Bällen. 

Gegen die langen Kerls um Daferner eine gute Idee für Dresden, nicht aber fürs eigene Team. 

Dynamo Dresdens Christoph Daferner": Nicht der schönste Fußball", aber "drei Punkte mitgenommen"

Christoph Daferner (Nummer 33) ballt wie alle Dresdner beim Abpfiff die Fäuste - endlich geschafft!
Christoph Daferner (Nummer 33) ballt wie alle Dresdner beim Abpfiff die Fäuste - endlich geschafft!  © picture point/Sven Sonntag

Mit einem Mann weniger auf dem Feld ging es auch nicht, pausenlos Konter zu fahren: "Wir konnten nicht blind vorne draufgehen, weil die uns auch ein bisschen locken wollten", erklärte der Junge, der vom SC Freiburg kam.

Daferner lief zusammen mit allen anderen, was das Zeug hielt, warf sich in alles rein, durfte nach 82 Minuten runter, er machte für Luka Stor Platz. Von der Bank aus fieberte er die letzten Minuten mit - und die zogen sich.

"Solche Siege sind natürlich geil. In der Halbzeit haben wir schon gesagt, dass das noch ein hartes Stück Arbeit werden kann. Wir wussten, dass jetzt einer für den anderen da sein muss und wir da einfach durch müssen, 45 Minuten, Augen zu und durch."

Vom Willen, vom Einsatz her war es top, was die Dynamos boten. Spielerisch ist alles noch ausbaufähig.

Das wusste auch Daferner: "Es war nicht der schönste Fußball, für unsere Fans zu Hause war es nicht so ansehnlich. Aber es hilft nix, wir haben die drei Punkte mitgenommen."Und nur das zählt in einem reinen Ergebnissport.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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