Dynamo-Stürmer Königsdörffer ist ein Wirbelwind und hat Dresden im Sprint erobert!

Dresden - Er sitzt schon wieder auf gepackten Koffern: Ransford Königsdörffer (18) möchte am Montag gerne zusammen mit Kevin Ehlers nach Dänemark reisen. 

Ransford Königsdörffer (r.) lief im Test gegen Norwich City auch Christoph Zimmermann davon.
Ransford Königsdörffer (r.) lief im Test gegen Norwich City auch Christoph Zimmermann davon.  © Lutz Hentschel

Dort findet ein DFB-Lehrgang der U20-Junioren statt. "Ehle" ist fest dabei, "Ransi" steht auf Abruf. Selbst das ist schon eine Auszeichnung für ihn.

Der 18-jährige Wirbelwind hat Dynamo Dresden quasi im Sprint erobert. Vor einem Jahr kam er aus dem Nachwuchs von Hertha BSC zur SGD. Ein Glücksgriff für ihn und Dynamo. 

Denn eigentlich hatte er sein Ziel Profi-Fußball schon in die Schublade gelegt. Mit 16 erlitt Königsdörffer kurz nacheinander in beiden Knien einen Meniskusriss, fiel eineinhalb Jahre aus. Sein Vertrag bei der Hertha wurde nicht verlängert. 

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Dynamo Dresden Zur Probe bei Dynamo: Offensiv-Allrounder (18) wirbelt im Training mit

"Natürlich ist das in dem jungen Alter sehr hart für mich gewesen. Ich habe nicht unbedingt daran gedacht, dass die Profikarriere so früh oder überhaupt noch klappt. Aber ich habe mich nicht aufgegeben“, sagt er mit einem breiten Lächeln.

In Dresden ging es schnell. Zusammen mit Simon Gollnack schoss er die A-Junioren-Bundesliga in Grund in Boden, im Dezember feierte er unter Markus Kauczinski schon sein Zweitliga-Debüt, durfte dann im Januar mit nach Spanien ins Camp.

Ransford Königsdörffer war in Heiligenstadt der auffälligste Offensivspieler Dynamo Dresdens

Hat bei Dynamo sein Lächeln wiedergefunden: Ransford Königsdörffer, der in zwei Wochen seinen 19. Geburtstag feiert.
Hat bei Dynamo sein Lächeln wiedergefunden: Ransford Königsdörffer, der in zwei Wochen seinen 19. Geburtstag feiert.  © Lutz Hentschel

"Damals konnte ich noch gar nicht richtig mithalten, musste mich erst mal daran gewöhnen", kann er sich noch erinnern. 

Er gewöhnte sich schnell, schon im Februar unterschrieb er bei Dynamo einen bis 2022 laufenden Profi-Vertrag, kam noch sechsmal in der 2. Bundesliga zum Einsatz.

"Ein bisschen war ich schon überrascht. Aber ich habe es mir auch verdient, habe im Training Gas gegeben und in der 'U19' in den Spielen gezeigt, was ich kann", spricht Königsdörffer über seinen rasanten Aufstieg.

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Jetzt darf er nicht mehr im Nachwuchs ran, muss sich weiter bei den Profis behaupten. In Heilbad Heiligenstadt war er der Auffälligste in der Offensive, glänzte vor allem durch seine langgezogenen Sprints. 

"3,8 Sekunden auf 30 Meter", verrät er seine Bestzeit. Das sollte reichen, um auch seinen Gegenspielern in der 3. Liga zu enteilen. 

Und vielleicht schafft er es jetzt sogar noch, im Sprint auf den DFB-Zug der U20 aufzuspringen.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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