Dynamo-Unternehmer Knipping fordert: "Auf die Zähne beißen, an Regeln halten"

Dresden - Für Tim Knipping ist es derzeit keine einfache Zeit. Er ist nicht nur Profi bei Dynamo Dresden, sondern auch Unternehmer.

Tim Knipping (28, 2.v.l.) kurz nach der Eröffnung zusammen mit einigen Spielern des SV Sandhausen in seinem italienischen Restaurant in Heidelberg.
Tim Knipping (28, 2.v.l.) kurz nach der Eröffnung zusammen mit einigen Spielern des SV Sandhausen in seinem italienischen Restaurant in Heidelberg.  © Facebook/Screenshot/Trattoria Pizzeria L'Italiano

Er hat in Heidelberg ein italienisches Restaurant und in Regensburg ein Café. Wie alle anderen in der Branche muss auch er sehen, wie er über die Runden kommt.

Schon im normalen Leben ohne Corona ist es sicher nicht einfach, immer zwischen Fußball und dem zweiten Standbein hin und her zu switchen. Da braucht es zuverlässige Partner. Jetzt noch viel mehr. Durch etliche Beschränkungen ist es ihm nicht möglich, einfach mal nach Regensburg oder Heidelberg zu fahren, um nach dem Rechten zu schauen.

Vieles geht nur über Telefonate, Videocalls oder Ähnliches. Er muss auf seine Mitarbeiter und Geschäftspartner vor Ort bauen. Zwei Monate waren Restaurants im Frühjahr geschlossen, jetzt ist seit dem 31. Oktober Ebbe.

Das sind mittlerweile noch einmal drei volle Monate, und ein Ende ist nicht in Sicht. Nur Kosten, kaum Einnahmen, maximal durch einen Abholservice - einige Gaststätten-Inhaber werden auf der Strecke bleiben.

Der 28-Jährige hat den Fußball als erstes Standbein, das haben andere in der Restaurant-Branche nicht. "Es ist auch für uns eine schwierige Zeit im Fußball. Trotzdem können wir uns glücklich schätzen, dass wir unseren Job ausführen dürfen, für uns hat sich nicht viel geändert. Das tut unheimlich gut", sagt er.

Dynamo Dresdens Tim Knipping mit Appell an seine Mitmenschen: "Pandemie in den Griff bekommen"!

Klare Ansagen: Tim Knipping (28) will als Profi mit Dynamo hoch und als Unternehmer die Krise überstehen.
Klare Ansagen: Tim Knipping (28) will als Profi mit Dynamo hoch und als Unternehmer die Krise überstehen.  © Lutz Hentschel

Knipping ergänzt: "Für meine Unternehmen ist es natürlich eine sehr schwere Zeit, wie für alle anderen auch. Da brauchen wir nicht drum herumreden. Aber wir versuchen, das Beste draus zu machen. Ich sehe, wie viele Menschen tagtäglich daran arbeiten, dass die Situation besser wird. Daher auch nochmal mein Appell an die Leute und die ganze Gesellschaft, dass wir uns an die Regeln halten, nochmal auf die Zähne beißen, um die Pandemie in den Griff bekommen."

Er schlussfolgerte: "Auf dass wir uns hoffentlich in paar Monaten sehen können, in den Gaststätten und mit den Fans im Stadion. Das ist das, was ich mir für die Zukunft wünsche."

Knipping hofft, dass es bei seinen Unternehmen nicht bis zum Äußersten kommt. "Die Situation ist für die ganze Gesellschaft belastend", sagt er.

"Es ist natürlich sehr, sehr schwierig, wenn man keine Kontakte pflegen darf. Man sieht dann wirklich gerade, was wirklich wichtig im Leben ist. Das ist das, was man aus der Zeit mitnehmen kann: Dass man die kleinen Dinge wirklich wertschätzen sollte, die man hat."

Titelfoto: Facebook/Screenshot/Trattoria Pizzeria L'Italiano

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