Dynamos verzweifelter Kampf um den Relegationsplatz! Was spricht für, was gegen Schwarz-Gelb?

Dresden - Vier Spiele noch, dann ist die Saison vorbei. Wo Dynamo Dresden am Ende landen wird, steht noch in den Sternen. Die Schwarz-Gelben gehen am heutigen Montag (20.30 Uhr) als Letzter ins Spiel bei Spitzenreiter Arminia Bielefeld. 
Heiko Scholz gab beim 1:1 gegen Sandhausen sein Debüt als (Interims-)Trainer der Dresdner.
Heiko Scholz gab beim 1:1 gegen Sandhausen sein Debüt als (Interims-)Trainer der Dresdner.  © Lutz Hentschel

Der Glaube an Rang 16 und damit die Relegation ist noch immer da. Aber was spricht dafür, was dagegen? Ein Pro und Kontra.

Pro

Spätestens seit dem 3:2 in Wiesbaden hat Dresden den Kampf und die schwere Situation angenommen. Die Dynamos lieferten packende Partien ab.

Mit dem Herz und der Leidenschaft wie gegen den Hamburger SV lässt sich der Schmerz wegdrücken. Kämpferisch war es bockstark, was die Jungs von Coach Markus Kauczinski ablieferten.

Die kommenden Gegner sind nicht von Pappe, aber da ist durchaus etwas machbar. Bielefeld gewann nur eine der letzten fünf Partien, spielte viermal remis - daheim zum Beispiel gegen Osnabrück (0:0) und Nürnberg (1:1). 

Die Arminia steht genauso unter Druck, will ihren Vorsprung nicht mehr verspielen. Das hemmt vielleicht mehr als gedacht.

Holstein Kiel und der SV Sandhausen sind fast durch, bei denen fällt der Druck ab. Auch Osnabrück könnte am letzten Spieltag schon feiern. Das ist ein Vorteil für Dynamo. Ein weiterer: Keiner setzt mehr einen Pfifferling auf die SGD. "Jetzt erst recht!" lautet daher das Motto.

Die hohe Belastung und die vielen angeschlagenen Spieler sprechen gegen Dynamo Dresden

Arminia Bielefeld, Holstein Kiel, SV Sandhausen, VfL Osnabrück - in der Hinrunde holte Dynamo gegen diese vier Kontrahenten nur einen von zwölf möglichen Zählern. Den gab's beim 1:1 daheim gegen den SVS. Für Dresden traf damals Alexander Jeremejeff (r.), der hier an Denis Linsmayer vorbeizieht.
Arminia Bielefeld, Holstein Kiel, SV Sandhausen, VfL Osnabrück - in der Hinrunde holte Dynamo gegen diese vier Kontrahenten nur einen von zwölf möglichen Zählern. Den gab's beim 1:1 daheim gegen den SVS. Für Dresden traf damals Alexander Jeremejeff (r.), der hier an Denis Linsmayer vorbeizieht.  © Lutz Hentschel

Kontra

Das Programm! Fünf Spiele in nicht einmal zwei Wochen liegen hinter Dresden, drei Partien - heute, am Donnerstag und am Sonntag - stehen noch an, bevor es eine ungewöhnlich lange Pause von einer Woche gibt.

Kritiker werfen den Dynamos vor, sie sollen sich nicht so haben, sie sind Profis. Was sollen Eishockeyspieler oder Handballer sagen?

Aber auch die bekommen ihre liebe Not, wenn sie nach zwölf Wochen ohne mannschaftsspezifisches Training plötzlich neun Spiele in 28 Tagen absolvieren müssten.

Es kam, wie es kommen musste. Zu viele verletzte, zu viele angeschlagene Spieler durch die enorme Belastung, die keine Zeit zur Regeneration lässt.

Dzenis Burnic fehlt seit Hannover, Godsway Donyoh seit Fürth. Ondrej Petrak bekam immer wieder Schläge ab, Josef Husbauer war noch nicht wieder bei 100 Prozent nach einem Tritt gegen Stuttgart.

Simon Makienok schleppt sich durch, Jannis Nikolaou hat 460 Minuten in den Knochen. So war Coach Kauczinski nicht nur der fehlenden Frische wegen immer wieder zum Wechseln verdammt. In der Hinrunde holte Dynamo nur einen Punkt gegen die vier Kontrahenten - 1:1 gegen Sandhausen. Bielefeld, Kiel und der SVS gehören auch so nicht zu den Lieblingskontrahenten ...

Titelfoto: Lutz Hentschel

Mehr zum Thema Dynamo Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0