Dynamo auch hier Zweiter! So sieht die Quotienten-Regel aus

Dresden - Sie soll bei einem möglichen Abbruch für Gerechtigkeit sorgen - die Quotientenregel. Aber wie sieht die eigentlich aus, speziell auf die 3. Liga gemünzt.

Dynamo Dresden wäre Stand jetzt auch bei der Quotientenregel Direktaufsteiger in die 2. Bundesliga
Dynamo Dresden wäre Stand jetzt auch bei der Quotientenregel Direktaufsteiger in die 2. Bundesliga  © Lutz Hentschel

Dynamo Dresden musste tatenlos mit anschauen, wie der FC Hansa Rostock nach seinem 1:0-Sieg beim FC Bayern München II am Freitagabend vorbeigezogen ist, konnte aber erfreut miterleben, wie der FC Ingolstadt 04 am Sonntag daheim nur 0:0 gegen den SV Meppen spielte.

Die SGD ist Zweiter, punktgleich mit den Schanzern. Beide haben jetzt 59 Punkte, die SGD 31, der FCI 32 Spiele. Die Quotientenregel wird errechnet, in dem die Punkte durch die Spiele dividiert werden.

Also bei Hansa 61:32, das ergibt einen Quotienten von 1,906. Dynamo (59:31) kommt aktuell auf 1,903, Ingolstadt (59:32) auf 1,84. Müsste man jetzt die Saison abbrechen, wäre nach der Regel Rostock Erster, Dresden Zweiter und Ingolstadt Dritter.

Doch das Spiel noch weitergetrieben: Auch am Dienstag müssen die Schwarz-Gelben zuschauen. Angenommen, Rostock spielt unentschieden (62:33=1,88), dann würde der Quotient Dynamo wieder zum Tabellenführer machen. Gewinnt das Härtel-Team, würde es weiter davonziehen. Ingolstadt reicht nicht mal ein Sieg, um die Dresdner zu überholen.

Die Regel wurde zum Beispiel im Vorjahr in der Regionalliga Nordost angewendet. Die VSG Altglienicke und Lok Leipzig hatten bei Abbruch beide 47 Punkte, die Berliner hatten 23 Partien absolviert, Lok 22. Der Quotient sprach für die Messestädter, die Meister wurden, aber in der Relegation am SC Verl scheiterten.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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