Dynamo-Fans bekommen ihr Geld zurück, doch nicht die Vorverkaufsgebühr

Dresden - Seit Donnerstag können Dynamo-Fans, die sich gegen Magdeburg ein Ticket gekauft haben, aber nicht rein durften, ihr Geld erstatten lassen oder es dem Verein schenken. Allerdings äußern viele Fans auf Facebook ihren Unmut. Ob und wie viele Zuschauer am Dienstag gegen Zwickau ins Stadion dürfen, ist noch nicht entschieden.

Nur 999 Fans sahen den Elb-Clasico gegen Magdeburg. Im Sachsenderby gegen Zwickau am Dienstag werden es definitiv nicht mehr, da die Infektionszahlen weiter gestiegen sind.
Nur 999 Fans sahen den Elb-Clasico gegen Magdeburg. Im Sachsenderby gegen Zwickau am Dienstag werden es definitiv nicht mehr, da die Infektionszahlen weiter gestiegen sind.  © imago images/Dennis Hetzschold

Es ist kompliziert derzeit. 

Die Corona-Pandemie stellt Vereine vor großer Herausforderung, die sie schuldlos versuchen, zu meistern. Vor allem bei den Zuschauern. Über 10.000 Tickets wurden vor dem Dresdner Spiel gegen Magdeburg verkauft, 27 Stunden vorm Anpfiff kam der Stopp. 

Nur 999 durften, über 9000 schauten in die Röhre. Nun hat Dynamo einen Weg gefunden, wie die Rückerstattung laufen soll.

Schenken oder Rückerstatten heißt es jetzt. Wer die SGD mit einer Schenkung unterstützen möchte, muss seine aktive Zustimmung geben. 

Geschieht dies nicht, bleibt das Geld "eingefroren". Zudem wird jenen rund 9000 Karteninhabern für künftige Heimspiele eine Vorzugsregelung eingeräumt. 

Was vielen Fans sauer aufstößt: Bei einer Rückerstattung behält der Ticket-Dienstleister die Vorverkaufsgebühr von zehn Prozent ein. Ist ein hübsches Sümmchen bei der Anzahl der Tickets.

Die größte Herausforderung besteht darin, mit der Kurzfristigkeit der Entscheidungen leben zu müssen. 

Wie viele Fans dürfen zum Sachsen-Derby zwischen Dynamo und Zwickau ins Stadion?

Pressesprecher Henry Buschmann.
Pressesprecher Henry Buschmann.  © imago images/Steffen Kuttner

Was heute gilt, kann morgen hinfällig sein. 

Mit dem Sachsenderby gegen Zwickau steht am Dienstag der nächste Heimspiel-Kracher an. 

"Es laufen im Moment die Gespräche. Die 7-Tage-Inzidenz liegt derzeit in Dresden wohl bei 32. Das ist deutlich über dem Wert von 20. Das bedeutet, dass gegen Zwickau wieder das 999-Zuschauer-Prinzip wieder zur Anwendung kommen muss, wenn die Zahlen bis dahin nicht steigen", so Pressesprecher Henry Buschmann.

Doch davon ist auszugehen, der Inzidenz-Wert ging dieser Tage sprunghaft nach oben steigt. 

Und so kann es passieren, dass nur 500 oder gar keine Zuschauern ins Stadion dürfen - je, wie die Behörden entscheiden. "Wir werden am Freitag oder noch kurzfristiger darüber informieren."

Titelfoto: imago images/Dennis Hetzschold

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