Dynamo-Geschäftsführer Wehlend kritisiert den Freistaat: "Es ist ermüdend"

Dresden - Die Sachsen-Verbote aufgrund der Corona-Pandemie, die seit Montag gültig sind, hinterlassen ihre Spuren auch bei der SG Dynamo. Für den Verein heißt das Geisterspiele - am 5. Dezember daheim gegen Karlsruhe und eine Woche später ausgerechnet beim Derby in Aue.

Dynamos Geschäftsführer Jürgen Wehlend (56) kritisiert den Freistaat.
Dynamos Geschäftsführer Jürgen Wehlend (56) kritisiert den Freistaat.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Jetzt hat er sich zu Wort gemeldet und kritisiert den Freistaat scharf. Aber nicht nur wegen der Partien ohne Fans.

"Angesichts der hohen Infektionszahlen und der hohen Belastung der Krankenhäuser sowie des medizinischen Personals war eine Anpassung der Gesetzeslage erwartbar – wenngleich wir der Auffassung sind, dass ein erneuter Lockdown durch ein frühzeitigeres und weitsichtigeres Agieren hätte vermieden werden können", sagt der kaufmännische Geschäftsführer Jürgen Wehlend (56) und kommt dann auf seine SGD zu sprechen.

"Die Entscheidungen, so notwendig sie angesichts der mittlerweile entstandenen Situation sind, bringen Veranstalter wie die SG Dynamo Dresden erneut unverschuldet in wirtschaftliche und atmosphärische Schwierigkeiten. Wir machen Fußball für Menschen – es ist ermüdend, dass weder funktionierende noch verschärfte Hygienekonzepte im Rudolf-Harbig-Stadion überhaupt keine Anwendung finden dürfen."

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Für Wehlend bestehe nun die vordergründige Aufgabe, "Menschenleben zu retten".

Jürgen Wehlend bedrückt von der Situation

Umso bedrückender sei es für ihn, in welch dramatische Situation sowohl Deutschland als auch "insbesondere der Freistaat Sachsen trotz verschiedenster Warnungen und Empfehlungen geraten sind".

Da rückt der Fußball ein Stück weit in den Hintergrund.

Aus diesem Grund appelliert auch Sportgeschäftsführer Ralf Becker (51): "Es ist wichtiger denn je, Impfangebote flächendeckend anzunehmen und somit einen Beitrag für den eigenen Gesundheitsschutz sowie den unserer Mitmenschen zu leisten."

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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