Dynamo: Gesunder Hartmann will zurück ins Team, denn "das ist mein Anspruch!"

Dresden/Heiligenstadt - Dynamo Dresdens Marco Hartmann (32) steht auf der Terrasse des Teamhotels. Er blickt auf das benachbarte Freibad. "Das war ich als Kind zum Baden", sagt er lächelnd. 

Presse-Runde in Zeiten von Corona: Marco Hartmann (l.) sitzt am Tisch, die Dresdner Medienleute mit gebührendem Abstand und Maske vor ihm.
Presse-Runde in Zeiten von Corona: Marco Hartmann (l.) sitzt am Tisch, die Dresdner Medienleute mit gebührendem Abstand und Maske vor ihm.  © Lutz Hentschel

"Und unten auf dem Fußballplatz, um gegen Heiligenstadt zu spielen." Das Eichsfeld ist seine Heimat, geboren und bis zum Abitur aufgewachsen ist er in Leinefelde-Worbis.

Als "dörflich", beschreibt er die Gegend. "Als Jugendlicher kamst du nicht so einfach in eine größere Stadt. Da musstest du schon eine Stunde nach Erfurt fahren oder nach Göttingen. Trotzdem ist es eine sehr schöne Gegend, in der ich meine Kindheit und Jugend verbracht habe." 

Alle sechs bis acht Wochen kommt er hier her, um seine Mutter und seine Omas zu besuchen. Die Mutter hat er jetzt am Hotel getroffen. "Wir waren spazieren."

Doch "Harti" ist nicht im Eichsfeld, um über Heimat und Familie zu sprechen. Er will sich reinkämpfen ins neue Team, da lässt er keine Luft ran. Momentan wirkt er fit wie selten zuvor in den vergangenen drei, vier Jahren. 

Zum ersten Mal seit eineinhalb Jahren ist er aktiv im Camp dabei. "Das fühlt sich gut an. Das macht mir am meisten Spaß. Du kommst vom Trainingsplatz, bist kaputt, fühlst dich aber gut, weil du einfach dabei bist", freut sich der 32-Jährige über seinen Gesundheitszustand.

Ein strahlender Marco Hartmann vor dem Teamhotel in Heilbad Heiligenstadt. Der 32-Jährige wirkt aufgeräumt und klar. Und er ist gesund - das ist das Wichtigste bei ihm.
Ein strahlender Marco Hartmann vor dem Teamhotel in Heilbad Heiligenstadt. Der 32-Jährige wirkt aufgeräumt und klar. Und er ist gesund - das ist das Wichtigste bei ihm.  © Lutz Hentschel

Dynamo Dresdens Marco Hartmann schiebt Sonderschichten und achtet sehr auf seinen Körper

Vollgas beim Training. Marco Hartmann will die Hürde nehmen und seinen Stammplatz im defensiven Mittelfeld zurück.
Vollgas beim Training. Marco Hartmann will die Hürde nehmen und seinen Stammplatz im defensiven Mittelfeld zurück.  © Lutz Hentschel

Dass es so bleibt, dafür macht er viel. Mehr als die Jungspunde um ihn herum. "Ich bin froh, dass wir drei Physios mithaben. Da kommen die anderen auch mal dran", lacht er. Über Massagen lässt sich viel machen, auch über Stabilitätsübungen vor und nach dem Training. Hartmann schiebt Sonderschichten: "Ich achte schon sehr auf meinen Körper."

Sein Anspruch ist es, sich wieder ins Team zu spielen. "Wenn ich den nicht hätte, hätte ich aufgehört. Also irgendeiner zu sein, der den Gute-Laune-Bär gibt, das ist nicht meins", sagt Hartmann energisch. "Dieses Dabeisein, dieses Vornweggehen, dieses Leistungzeigen. Da kann ich abends mit einem coolen Gefühl ins Bett gehen, da fühle ich mich gut."

Die Bestätigung bekommt er von Trainer Markus Kauczinski, der sich vor und nach dem Training häufig mit Hartmann bespricht, seiner rechten Hand bei den Übungseinheiten. 

Das zeigt: "Harti" gibt nicht den Gute-Laune-Bär, er ist mittendrin!

Titelfoto: Lutz Hentschel

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