Dynamo: Hosiner mit Schlafmangel nach Geburt seines Sohnes! Doch der Papa ist vorm Tor wieder hellwach!

Dresden - Der Anfang ist gemacht. Und er fällt mal wieder in die Kategorie "Aller Anfang ist schwer". Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden ist mit einem etwas mühevollen 3:1-Sieg gegen Hertha BSC II in die Testspiele gestartet.

Philipp Hosiner (32, l.) umkurvte elegant Herthas Schlussmann Florian Palmowski und schob zum 3:0 ein.
Philipp Hosiner (32, l.) umkurvte elegant Herthas Schlussmann Florian Palmowski und schob zum 3:0 ein.  © Lutz Hentschel

Mit "Licht und Schatten" beschrieb SGD-Coach Alexander Schmidt (52) den Auftritt seiner noch unvollständigen Truppe gegen den Regionalligisten ziemlich treffend.

Gerade in den ersten 45 Minuten verwischte der bessere Fitnesszustand der jungen Berliner den Klassenunterschied - zu Beginn einer Vorbereitung nicht ungewöhnlich.

Meint auch Schmidt: "Das ist ganz normal. Wir sind eine Woche in der Vorbereitung, der Gegner schon drei. Wir haben aber auch gesehen, dass wir noch Arbeit vor uns haben."

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Ein Lichtblick war bei den Schwarz-Gelben auf jeden Fall Philipp Hosiner. Der 32-jährige Stürmer kam in der zweiten Halbzeit und wurde mit zwei Treffern und einer Torvorbereitung zum Mann des Spiels.

Obwohl oder gerade weil er fünf Tage weniger Training in den Knochen hat als seine Kollegen. Schließlich bekam er zu Beginn der Vorbereitung frei, weil seine Frau Julia in Berlin einen gesunden Jungen zur Welt brachte.

Glückliche Eltern: Philipp Hosiner (32) mit seiner Julia (hier noch ein Foto aus Kölner Zeiten).
Glückliche Eltern: Philipp Hosiner (32) mit seiner Julia (hier noch ein Foto aus Kölner Zeiten).  © imago images/Eibner

Dynamo-Stürmer Philipp Hosiner schwärmt von Vater-Glücksgefühlen!

Philipp Hosiner (32, M.) und Pascal Sohm (29, r.) legten sich gegenseitig die Tore auf.
Philipp Hosiner (32, M.) und Pascal Sohm (29, r.) legten sich gegenseitig die Tore auf.  © Lutz Hentschel

Hosiner scheint das zu beflügeln: "Es war zunächst mal ein guter Start. Es ist immer schön, gleich im ersten Vorbereitungsspiel da zu sein. Ich bin ein paar Tage später eingestiegen aufgrund der Geburt meines Sohnes, fühl mich aber schon top und denke, dass ich die paar Tage aufgeholt habe. Es hat irrsinnig Spaß gemacht, heute wieder mit den Jungs auf dem Platz zu stehen."

So sah es auch aus. Denn trotz des Schlafdefizits eines frischgebackenen Vaters wirkte der Österreicher gerade vorm Tor hellwach.

"Das hängt schon noch ein bisschen nach, die kurzen Nächte. Aber langsam wird's, komme ich wieder in einen normalen Rhythmus."

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Die neue Vaterrolle ist für Hosiner Verantwortung und Motivation zugleich: "Klar haben sich die Prioritäten weiter verschoben, dass Familie und Gesundheit an erster Stelle stehen. Aber sobald ich auf dem Platz stehe, will ich alles geben, für den Verein und mich selber das Maximale rausholen."

Er fügt hinzu: "Und natürlich hat man Glücksgefühle. Anders ist es auch nicht zu erklären, wie man trotz so wenig Schlaf Leistung bringen kann im Training und im Spiel. Ich hoffe, dass ich auf dieser Welle weiterschwimmen kann und nicht irgendwann einen mentalen Einbruch bekomme."

Titelfoto: Lutz Hentschel

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