Dynamo-Ideen mit Hartmann und der Dreierkette, Kauczinski "froh, dass dies belohnt wurde"

Dresden - Es sind ja oft diese kleinen Schlüsselmomente, die eine Saison in Fahrt bringen, wo der Knopf aufgeht. Vielleicht war genau dieser am Sonntag beim 2:1 gegen den TSV 1860 München.

Marco Hartmann (r., gegen Sascha Mölders) räumte als Abwehrchef viel weg.
Marco Hartmann (r., gegen Sascha Mölders) räumte als Abwehrchef viel weg.  © Lutz Hentschel

Neues System, zurückgelegen, bis zum 1:1 lief nicht viel zusammen und dann erkämpfte, erackerte sich Dynamo Dresden den Sieg.

Die SGD hatte eben diese eine glückliche, entscheidende Szene, als Ransford Königsdörffer zum Sieg traf.

Ein Schlüssel war sicherlich die Umstellung von Vierer- auf Dreierkette und der Glücksgriff mit Marco Hartmann als Abwehrchef.

"Dasse und Dresden in love": Fünftligist lädt Dynamo-Fans ein und denkt auch ans Bier
Dynamo Dresden "Dasse und Dresden in love": Fünftligist lädt Dynamo-Fans ein und denkt auch ans Bier

"Wir hatten am Ende in Saarbrücken schon umgestellt, weil wir keinen Zugriff hatten", sagte Trainer Markus Kauczinski nach dem Dreier gegen die Löwen.

"Da war der Gedanke, wie werden wir torgefährlicher? Wir wissen, an welchen Dingen wir arbeiten müssen. Da geht es auch immer ums Personal. Ich mache mir immer grundlegende Gedanken, wie wir das hinkriegen."

Eine Idee war eben Hartmann, eine zweite die Änderung der Formation, um auf der einen Seite gefährlicher, auf der anderen Seite stabiler zu werden.

Bringt Dynamo Konstanz in die Leistungen, kann der 1860-Sieg ein Schlüsselmoment gewesen sein

Dynamo-Coach Markus Kauczinski freute sich mit seinem Routinier Marco Hartmann (l.).
Dynamo-Coach Markus Kauczinski freute sich mit seinem Routinier Marco Hartmann (l.).  © Lutz Hentschel

"Marco war nach seiner Verletzung wieder fit, hat aber noch eine Woche gebraucht. Er hat hart und gut trainiert. Wir haben das die ganze Woche geübt, darauf hingearbeitet und hatten das Gefühl, mit den schnellen Leuten auf außen gut zu stehen und auch gefährlicher zu werden. Ich bin froh, dass dies belohnt wurde", erklärte der Coach seine Beweggründe.

Es hat aber seine Zeit gebraucht, bis sich die Jungs auf die neuen Begebenheiten eingestellt hatten. Gerade die Außen, Königsdörffer und Jonathan Meier, hatten anfangs Probleme, ihre Rolle zu finden. Kauczinski sprach selbst von 20 bis 25 Minuten Anlaufzeit.

"60 ist uns gut angelaufen. Die kurzen Anspiele ins Mittelfeld waren nicht möglich, weil der Platz zu schlecht war. Da wollten wir noch zu viel Fußball spielen. Im Mittelfeld waren die Jungs zu weit auseinander. Wir haben etwas gebraucht, wir hatten ja schon ein bisschen Gegenwind. Da mussten wir uns reinkämpfen, hatten uns immer besser darauf eingestellt, was man auf dem Boden spielen kann", so Kauczinski.

Kommentar zur Buschmann-Posse bei Dynamo: Klare Kante immer besser!
Dynamo Dresden Kommentar zur Buschmann-Posse bei Dynamo: Klare Kante immer besser!

Auch wenn es nicht der große Glanz war, Dynamo kniete sich rein, bot läuferisch und kämpferisch alles auf. Bringt Dresden jetzt noch Konstanz in die Leistungen hinein, festigt dieses System noch mehr, dann kann der Sieg gegen 1860 wirklich dieser eine Schlüsselmoment gewesen sein.

Titelfoto: Lutz Hentschel

Mehr zum Thema Dynamo Dresden: