Dynamo-Jahr 2020 war verrückt! Pleiten, Pech, Pannen und ein irrer Lauf

Dresden - Das Jahr 2020 geht zu Ende - und bei Dynamo in die Geschichte ein. Zwölf Monate voller Sehnsüchte, Pleiten, Pech, Pannen und Erfolgen. TAG24 blickt auf die bewegte Zeit zurück.

Gruppenfoto mit den Fans im Trainingslager in Mijas/Spanien. Da war die Stimmung bei Mannschaft und Anhängern noch hoffnungsvoll.
Gruppenfoto mit den Fans im Trainingslager in Mijas/Spanien. Da war die Stimmung bei Mannschaft und Anhängern noch hoffnungsvoll.  © Lutz Hentschel

Januar

Trainer Markus Kauczinski startet als 18. ins neue Jahr und hübscht seinen Kader auf. Patrick Schmidt (Heidenheim), Marco Terrazzino (Freiburg), Godsway Donyoh (Nordsjelland), Josef Husbauer (Sparta Prag), Ondrej Petrak (Nürnberg) und Simon Makienok (Utrecht) kommen. Das Trainingslager im spanischen Mijas läuft optimal, das Team zeigt sich willig und extrem verbessert. Der Auftakt ins Jahr läuft mit einem 1:0 gegen Karlsruhe super.

Februar

Das kann von den Partien im Februar nicht gesagt werden. Ein 0:0 in Heidenheim und auch das 0:0 auf St. Pauli sind okay, die Heimniederlagen gegen Darmstadt (2:3) - mit dem zu unrecht annullierten Tor von Patrick Schmidt zum 3:3 - und Bochum (1:2) schmerzen. Mit einem 2:1 in Regensburg schöpft Dresden Hoffnung.

März

Diese bekommt mit einem 2:1 gegen Aue weitere Nahrung. Patrick Schmidts Siegtreffer wird später zum "Tor des Monats" gewählt. Was keiner ahnt: Zum letzten Mal in diesem Jahr ist das Stadion ausverkauft. Dresden muss am Spieltag später nach Hannover. Die Partie wird wegen zweier Coronafälle bei 96 gecancelt. Zwei Tage später fällt alles in den tiefen Frühjahrsschlaf.

Sieg gegen den Erzrivalen FC Erzgebirge Aue, Licht am Horizont im Abstiegskampf. Die Mannschaft ließ sich von ihren Anhängern feiern.
Sieg gegen den Erzrivalen FC Erzgebirge Aue, Licht am Horizont im Abstiegskampf. Die Mannschaft ließ sich von ihren Anhängern feiern.  © Picture Point / Sven Sonntag

Corona-Quarantäne und der Abstieg

Sieg in Sandhausen, aber der Dresdner Abstieg war dennoch so gut wie besiegelt. Trainer Markus Kauczinski tröstete den enttäuscht auf dem Rasen sitzenden Keeper Kevin Broll.
Sieg in Sandhausen, aber der Dresdner Abstieg war dennoch so gut wie besiegelt. Trainer Markus Kauczinski tröstete den enttäuscht auf dem Rasen sitzenden Keeper Kevin Broll.  © Picture Point / Gabor Krieg

April

Ruhe, Hometraining!

Mai

Am 16. Mai geht der Spielbetrieb weiter - ohne Fans und ohne Dynamo. Fünf Corona-Fälle - Simon Makienok macht seinen auf Instagram publik - verhindern das. Die SGD muss zwei Wochen in Quarantäne.

Kurz vor dem verspäteten Start gegen Stuttgart (0:2) bringt Dynamo selbst Unruhe rein: Ralf Minge verkündet nach einigem Hin und Her seinen Abschied zum 30. Juni.

Juni

Der Spiele-Marathon im Juni mit acht Partien ist zu viel. Dresden steigt ab! Es gelingen nur Siege in Wiesbaden (3:2) und in Sandhausen (1:0), dazu ein Punkt gegen Fürth (1:1). Nach einem 0:2 in Kiel platzt es aus Chris Löwe heraus. "Wir sind die, die den verf***ten Preis zahlen für die Scheiße." Er spricht damit allen Dynamos aus dem Herzen. Zum Abschluss gegen Osnabrück (2:2) feiern 3000 Fans vor dem Stadion, Minge bekommt seinen gebührenden Abschied.

Nach dem letzten Zweitliga-Spiel am 28. Juni verabschiedete sich Sport-Geschäftsführer Ralf Minge von den Fans und genoss deren minutenlange Huldigungen.
Nach dem letzten Zweitliga-Spiel am 28. Juni verabschiedete sich Sport-Geschäftsführer Ralf Minge von den Fans und genoss deren minutenlange Huldigungen.  © Lutz Hentschel

Großes Kommen und Gehen im Sommer: Start nach Maß im Pokal

Ralf Becker (r.) wurde zum 1. Juli neuer Sport-Geschäftsführer, sein Finanz-Pendant Michael Born (l.) wurde im September überraschend geschasst.
Ralf Becker (r.) wurde zum 1. Juli neuer Sport-Geschäftsführer, sein Finanz-Pendant Michael Born (l.) wurde im September überraschend geschasst.  © Lutz Hentschel

Juli

Am 1. Juli nimmt mit Ralf Becker der neue Sportgeschäftsführer sein Amt auf und krempelt die Mannschaft um. 22 Spieler müssen gehen, 17 neue kommen, später im Oktober noch Marvin Stefaniak. Vom alten Stamm bleiben nur Kevin Broll, Chris Löwe und Marco Hartmann.

August

In Heilbad Heiligenstadt bereitet sich das neue Team auf die Saison vor. Die Tage im Eichsfeld sind gut für das Team.

September

Die Saison beginnt noch vor dem Auftakt mit einem Knall: Am 10. September muss Finanz-Geschäftsführer Michael Born seinen Hut nehmen. Sportlich startet Dynamo mit einem Ausrufezeichen! Der HSV wird im DFB-Pokal 4:1 weggefegt. Die Liga beginnt mit einem 1:0 in Kaiserslautern und einem 1:1 gegen Mannheim.

Tabellenführer Dynamo Dresden und die Geisterticket-Aktion

Im November starten die Dynamos - hier (v.l.) Yannick Stark, Ransford-Yeboah Königsdörffer, Julius Kade und Christoph Daferner - einen Siegeszug und kletterten an die Tabellenspitze der 3. Liga.
Im November starten die Dynamos - hier (v.l.) Yannick Stark, Ransford-Yeboah Königsdörffer, Julius Kade und Christoph Daferner - einen Siegeszug und kletterten an die Tabellenspitze der 3. Liga.  © Lutz Hentschel
Die Geister-Ticket-Aktion zum Pokal-Spiel im Dezember gegen Darmstadt erfuhr riesige Resonanz, 72.112 Karten wurden verkauft.
Die Geister-Ticket-Aktion zum Pokal-Spiel im Dezember gegen Darmstadt erfuhr riesige Resonanz, 72.112 Karten wurden verkauft.  © Lutz Hentschel

Oktober

Der Monat läuft durchwachsen. Siege gegen Magdeburg, in Lübeck (je 1:0) und Meppen (3:0) stehen Niederlagen bei Bayern München II. (0:3), gegen Zwickau (1:2) und Ingolstadt (0:1) gegenüber. Dynamo teilt zudem mit, dass Jürgen Wehlend vom VfL Osnabrück am 1. Januar Nachfolger von Born wird.

November

Mit einem 1:2 in Saarbrücken droht Dynamo im Mittelmaß zu versacken. Beim 2:1 gegen 1860 geht der Knopf nach Rückstand auf. In der Folge lässt Dynamo nichts mehr liegen, gewinnt in Rostock (3:1), gegen Unterhaching (2:0) und in Duisburg (3:0).

Dezember

Der Lauf geht weiter. Einem 0:0 gegen Uerdingen folgen Dreier in Halle (3:1), gegen Verl (4:1) und in Köln (4:2). Aus den acht Spielen nach Saarbrücken holt Dynamo 22 von 24 möglichen Zählern - Platz eins mit Vorsprung.

Das Jahresende geht allerdings schief. In der 2. Runde des DFB-Pokals ist Darmstadt (0:3) eine Nummer zu groß. Allerdings sorgten 72.112 verkaufte Geistertickets für Begeisterung.

Titelfoto: Picture Point / Sven Sonntag

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