Dynamo-Kapitän Mai vor Bruder-Duell: Worauf er sich am Sonntag am meisten freut

Dresden - Es ist das Bruderduell in dieser Saison in der 2. Bundesliga. Wenn Dynamo am Sonntag den SV Werder Bremen empfängt, stehen zwei gebürtige Dresdner auf dem Rasen. SGD-Kapitän Sebastian Mai auf der einen, Lars Lukas Mai auf der anderen Seite. Beide sind Innenverteidiger, beide tragen die Rückennummer 26. TAG24 hat mit ihnen gesprochen. Das Interview mit Lars Lukas gibt es >> hier.

Sebastian Mai spielt seine zweite Saison bei Dynamo. Er ist von Beginn an Kapitän der Dresdner. Wie sein Bruder trägt er die Rückennummer 26.
Sebastian Mai spielt seine zweite Saison bei Dynamo. Er ist von Beginn an Kapitän der Dresdner. Wie sein Bruder trägt er die Rückennummer 26.  © imago images / Eibner

TAG24: Sebastian, Sie tragen beide die Nummer 26. Hat diese Zahl eine besondere Bedeutung?

Sebastian Mai: "Nein. Bei mir hat sich das im Laufe meiner Laufbahn so ergeben. Lars Lukas fand die Nummer cool, sie war in Bremen frei, daher hat er sie genommen. Das drückt aber auch noch einmal unsere Verbundenheit aus."

TAG24: Was verbinden Sie beide mit Ihrer Geburtsstadt Dresden?

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Sebastian Mai: "Familie, Freunde, Heimat. Wir haben hier beide das Fußballspielen bei Dynamo erlernt. Erst war es unser Hobby, jetzt ist es unser Beruf. Das ist für uns das Größte."

TAG24: Sie haben die Familie gerade angesprochen. Sie wird auch im Stadion sein. Wem drückt sie die Daumen?

Sebastian Mai: "Uns beiden. Dann kann sie bei jedem Tor jubeln."

TAG24: Was schätzen Sie besonders an Lars Lukas?

Sebastian Mai: "Loyalität, Ehrlichkeit, Ehrgeiz und Besonnenheit."

TAG24: Sie haben mit dem Halleschen FC gegen die Zweite von Bayern München schon einmal gegeneinander gespielt. Was ist das für ein Gefühl, gegen den eigenen Bruder aufzulaufen?

Sebastian Mai: "Ganz normal. Wir können das für 90 Minuten ausblenden. Wir umarmen uns vor und nach dem Spiel, aber währenddessen spielen wir für unseren Verein."

Bei Standards könnten beide Brüder Mai direkte Gegenspieler sein

Lars Lukas Mai (rechts) und Sebastian Mai bei der Auswertung des DFB-Pokalspiels zwischen Dresden und Darmstadt im Winter 2020.
Lars Lukas Mai (rechts) und Sebastian Mai bei der Auswertung des DFB-Pokalspiels zwischen Dresden und Darmstadt im Winter 2020.  © Lutz Hentschel

TAG24: Mal angenommen, Sie gehen bei einer eigenen Ecke mit nach vorn. Ihr Bruder ist der Gegenspieler. Das kann man wirklich ausblenden?

Sebastian Mai: "Ja, absolut. Wir sind Profis. Im Spiel zählt für mich nur Dynamo Dresden und für ihn Werder Bremen."

TAG24: Sie sind sechs Jahre älter als Lars Lukas, waren sicher seine Bezugsperson in Sachen Fußball. Ist Lars deshalb auch Innenverteidiger geworden?

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Sebastian Mai: "Er war schon immer ein großer Kerl, da hat sich das angeboten. Es ist auch so gekommen. Sicherlich hat er da auch zu mir geschaut, was ich auf dem Spielfeld mache. Ich bin nicht der große Trickser, eher der Geradlinige. Wenn ich Stürmer geworden wäre, hätte er vielleicht die gleiche Richtung eingeschlagen."

TAG24: Worauf freuen Sie sich am Sonntag am meisten?

Sebastian Mai: "Wir haben fast einen Monat kein Heimspiel mehr gehabt. Von daher auf die Fans, auf die Stimmung im Stadion. Das ist eine große Sehnsucht."

Titelfoto: imago images / Eibner

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