Dynamo knackt den Meppener Abwehrriegel und fährt vierten Saisonsieg ein

Dresden - Geht doch! Dynamo hat seinen vierten Saisonsieg eingetütet. Gegen den SV Meppen gab es ein hochverdientes 3:0.

Der Dresdner Julius Kade (rechts) schüttelt den Meppener Steffen Puttkammer ab.
Der Dresdner Julius Kade (rechts) schüttelt den Meppener Steffen Puttkammer ab.  © Matthias Rietschel/dpa-Zentralbild/dpa

Dynamo-Trainer Markus Kauczinski spielte am Feiertag nicht den großen Reformierer, änderte seine Startelf nur auf zwei Positionen. Christoph Daferner rückte für den zuletzt glücklosen Agyemang Diawusie in die Offensive, Kevin Ehlers ersetzte hinten den Rot-gesperrten Max Kulke. 

Immerhin: Mit Daferner und Philipp Hosiner setzte Kauczinski auf zwei gelernte Stürmer. Die Maßgabe war damit klar: Voll auf Angriff! Nach zwei Niederlagen in Folge wollten die Schwarz-Gelben schließlich unbedingt zurück in die Erfolgsspur.

Die 820 Zuschauer (999 waren erlaubt), die vorerst zum letzten Mal im Rudolf-Harbig-Stadion dabei sein durften, machten bei trübem Oktoberwetter (sogar das Flutlicht musste eingeschaltet werden) jedenfalls so gut es ging Stimmung. 

Auch die Mannschaft war sofort bemüht zu zeigen, wer Herr im Hause ist, nahm sich durch Ungenauigkeiten im Vorwärtsgang aber mehrmals selbst den Schwung. 

Ein Schüsschen von Julius Kade (8.) blieb so zunächst die einzige Ausbeute.

Die beste Dresdner Chance entstand aus einer fast schon tragikomischen Szene (17.): SVM-Keeper Ludger Plogmann rutschte nach einem Rückpass mit Ball am Fuß im eigenen Strafraum aus, Hosiner setzte nach, Plogmann nahm den Ball in die Hand - indirekter Freistoß! 

Weil sich Plogmann auf dem tiefen Rasen auch noch das Knie verdrehte, musste er auf einer Trage vom Platz gebracht werden. Ersatztorhüter Eric Domaschke kam rein, musste beim abgeblockten Freistoß aus 13 Metern von Sebastian Mai aber nicht eingreifen (21.).

Mannschaftsaufstellungen von Dynamo Dresden und dem SV Meppen

Dynamo lässt gegen den SV Meppen defensiv wenig zu

Hoch in der Luft stehen die Dresdner Angreifer Philipp Hosiner und Ransdorf Königsdörffer. Beide erzielten gegen Meppen einer Treffer.
Hoch in der Luft stehen die Dresdner Angreifer Philipp Hosiner und Ransdorf Königsdörffer. Beide erzielten gegen Meppen einer Treffer.  © Matthias Rietschel/dpa-Zentralbild/dpa

Die Gäste, die sich fast nur hinten einigelten, tauchten dann plötzlich durch René Guder gefährlich vorm Dresdner Tor auf - das hätte den Spielverlauf fast auf den Kopf gestellt. 

In der 32. Minuten musste der Ball dann auf der anderen Seite einfach rein: Nach der Freistoßflanke von Jonathan Meier köpfte Tim Knipping an die Latte, Hosiner staubte per Kopf aus fünf Metern ab, brachte die Kugel aber nicht an Domaschke vorbei - was für eine Riesenchance! 

Nach starkem Anspiel von Marvin Stefaniak fand Hosiner auch fünf Minuten später seinen Meister im Domaschke. 

In der vierten (!) Minute der Nachspielzeit war es dann endlich soweit: Nach Stefaniaks Eckball verlängerte Ransford Königsdörrfer am kurzen Fünfer per Kopf - und diesmal bugsierte Hosiner das Ding ins Netz - 1:0! 

"Ein typisches Tor von Hosi!", freute sich der verletzte Chris Löwe zur Halbzeit bei Magenta Sport. 

"Da hat er seinen Torriecher bewiesen. Das war wichtig, vor allem der Zeitpunkt kurz vor der Pause. Ich glaube auch, dass das verdient ist. Meppen ist offenbar hergekommen, um einen Punkt mitzunehmen - so spielen sie jedenfalls."

Daran änderte sich auch nach dem Wechsel nichts. 

Was Dynamo nutzte: Daferner eroberte sich den Ball vom Meppener Steffen Puttkammer, zog in den Strafraum, bediente Königsdörffer - und der schob mit der Innenseite technisch sauber flach ins lange Eck (59.). 2:0 - da war es, das erste Dynamo-Tor für den 19-Jährigen! Die Partie war damit entschieden, Dynamo erhöhte durch Julius Kade in der Nachspielzeit noch auf 3:0 und schaukelte den Sieg locker nach Hause.

Titelfoto: Matthias Rietschel/dpa-Zentralbild/dpa

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