Dynamo: Leo ist da! Papa Chris Löwe ist gut drauf und erlebt seinen dritten Frühling

Dresden - Achtung, Verwechslungsgefahr! Leo ist der zweite Sprößling von Chris Löwe (32), "Leo" Löwe ist sein Mitspieler Justin (22). Der Linksverteidiger von Dynamo Dresden ist am 19. August zum zweiten Mal Papa geworden und verpasste seinem Sohn einen Vornamen, der wie die Faust aufs Auge zum Nachnamen passt.

Die Dresdner Löwen! Chris (32, l.) und Justin (22) im Juli 2019 im Trainingslager der Dynamos im österreichischen Längenfeld. Justin hat den Spitznamen "Leo" - und genauso nannte Chris seinen kürzlich geborenen Sohnemann.
Die Dresdner Löwen! Chris (32, l.) und Justin (22) im Juli 2019 im Trainingslager der Dynamos im österreichischen Längenfeld. Justin hat den Spitznamen "Leo" - und genauso nannte Chris seinen kürzlich geborenen Sohnemann.  © Lutz Hentschel

Kein Wunder, dass er derzeit seinen dritten Frühling erlebt. Das beflügelt. "Naja", grinst Löwe: "Ich war vorher schon gut drauf. Ich bin froh, dass meine Frau und der Kleine wohlauf sind, es sind alle gesund, passt alles."

Die Nächte kann er trotzdem durchschlafen, er nächtigt im Gästezimmer. "Da bekomme ich gar nicht so viel mit", meint er lachend.

Die gute Laune ist bei Löwe derzeit also an der Tagesordnung, auch weil die Leistung passt. In den ersten sechs Pflichtspielen stand er immer in der Startelf, trumpfte auf wie kaum ein anderer. Er gehört momentan zu den Besten in seinem Team, ist nicht mehr wegzudenken.

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Im April kam er nach sechsmonatiger Verletzungspause zurück und steigerte sich. "Das kam mehr oder weniger von Spiel zu Spiel, es wurde immer stabiler und ich hoffe, dass dies jetzt auch so bleibt", so Löwe.

Vor nun etwas mehr als zwei Jahren kam er von Premier-League-Absteiger Huddersfield Town, tat sich anfangs schwer, rief nicht immer sein Optimum ab.

Aber Löwe gab nicht auf, ging nach dem Abstieg mit in die 3. Liga, um den "Unfall mit zu reparieren", wie er damals kundtat.

Chris Löwe (32) am Ball. Der Dynamo-Verteidiger ist seit Wochen in blendender Verfassung und aus der Dresdner Stammelf nicht wegzudenken.
Chris Löwe (32) am Ball. Der Dynamo-Verteidiger ist seit Wochen in blendender Verfassung und aus der Dresdner Stammelf nicht wegzudenken.  © Picture Point/Gabor Krieg

Dynamo Dresdens Taktik passt bestens zu Chris Löwes Stärken!

Chris Löwe (32, r.) im Dezember 2018 in der Premier League für Huddersfield Town vor Fulhams Denis Odoi (33) am Ball.
Chris Löwe (32, r.) im Dezember 2018 in der Premier League für Huddersfield Town vor Fulhams Denis Odoi (33) am Ball.  © imago images/Uk Sports Pics Ltd

Am 20. Oktober 2020 dann die schwere Knieverletzung im Spiel gegen den FSV Zwickau. Auch da kämpfte sich Löwe heraus und ist nun wieder voll da. Mehr als das: So gut wie jetzt war er in Dresden noch nie!

"Es ist die Form, die zeigt, warum ich damals geholt worden bin. Ich glaube schon, dass das zurzeit ziemlich gut ist. Man sieht, dass ich das in dem Alter auch noch so spielen kann. Das Knie macht auch keine Probleme mehr. Es ist alles okay."

Die Art und Weise, wie Dresden jetzt Fußball spielt, passt zu Löwe. "Das Vorwärtsverteidigen ist das, was ich seit Jahren gespielt habe. Die Vierkette kommt mir entgegen. Das sind die Gründe, weshalb es so gut läuft."

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Deshalb geht er davon aus, dass diese taktische Formation trotz des Ausfalls von Tim Knipping (28) auch in den kommenden Spielen so bleibt.

"Sebastian Mai ist gut genug, um 'Knipser' zu ersetzen. Ich sehe keinen Grund, das zu ändern, nur weil ein Spieler ausfällt", strahlt Löwe Zuversicht aus.

Es ist die Zuversicht eines frischgebackenen Zweifach-Papas.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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