Dynamo mit Duselsieg in Lübeck: Erlösung durch Hosiner

Dresden/Lübeck - Fünftes Spiel, dritter 1:0-Sieg! Dynamo erkämpfte sich ohne fußballerisch zu glänzen mit viel Dusel einen Dreier beim VfB Lübeck. Dabei spielte Dresden vor offiziell 1860 Zuschauern (es waren fast doppelt so viele im Stadion) ab der 7. Minute in Überzahl. 

Der Anfang vom Ende. Rote Karte für Lübecks Ryan Malone und Rudelbildung an der Lübecker Lohmühle.
Der Anfang vom Ende. Rote Karte für Lübecks Ryan Malone und Rudelbildung an der Lübecker Lohmühle.  © Picture Point / Sven Sonntag

Philipp Hosiner (63.) erlöste die Sachsen mit seinem ersten Saisontor. 

Eine schwere Geburt. Markus Kauczinski beließ es gegenüber dem 1:0 gegen Magdeburg bei einem Wechsel: Tim Knipping startete nach abgebrummter Sperre für Kevin Ehlers. 

Der Coach sah ab der 7. Minute eine Gift-und-Galle-Atmosphäre auf den Rängen. Schuld daran war der unberechtigte Platzverweis von Schiri Max Burda für Ryan Malone. Nach einer Ecke ging Paul Will mit dem Kopf zum Ball. 

Der Lübecker drehte sich, wollte den Ball mit einem hohen Bein aufs Tor bringen, traf aber Will voll im Gesicht. Freistoß ja, gelbe Karte ja, Rot nein.

Nun waren die VfB-Fans da, geiferten, was das Zeug hielt, suchten sich warum auch immer Max Kulke als Opfer. 

Sie bedachten ihn bei jeder Ballberührung mit Pfiffen, ließen immer wieder dumme Sprüche los, blöde Anti-Dresden- und Ossi-Sprüche inklusive. Das war primitiv.


Mannschaftsaufstellungen von Dynamo Dresden und dem VfB Lübeck

Dynamo Dresden trotz Überzahl mit zu wenig Tempo

Krampf und Kampf bestimmten das Spiel. Lübecks Mittelstürmer Patrick Hobsch legt sich rein in den Zweikampf. Den Ball spielt aber Dresdens Tim Knipping mit dem Kopf.
Krampf und Kampf bestimmten das Spiel. Lübecks Mittelstürmer Patrick Hobsch legt sich rein in den Zweikampf. Den Ball spielt aber Dresdens Tim Knipping mit dem Kopf.  © Picture Point / Sven Sonntag

Dynamo machte in dieser Situation einen Fehler: Dresden stopfte den Anhängern nicht den Mund. 

Das war zu wenig Leistung, zu wenig Tempo, zu viele Fehler. Viel zu viele. Alles wirkte statisch. Das war kein Fußball. Lübeck war erst in der Nachspielzeit in Not.

Da schickte Sebastian Mai mit einem weiten Ball Patrick Weihrauch, der aus spitzem Winkel am Fuß von Lukas Raeder scheiterte.

Zuvor hatten aber die Hanseaten ein deutlich dickeres Brett. Nach einem Konter donnerte Pascal Steinwender (38.) die Kugel aus 18 Metern ans Lattenkreuz.

Nach der Pause bewegten sich die Dynamo-Roten etwas besser, liefen aber immer wieder auf das Grün-Weiße-Bollwerk auf. Lübeck ließ keine Lücke, kämpfte verbissen. 

Kauczinski ging dann in die Offensive, brachte in der 63. Minute für Agyemang Diawusie und Patrick Weihrauch mit Christoph Daferner einen zweiten Stürmer sowie Marvin Stefaniak.


Yannick Deichmann verpasst den Ausgleich für Lübeck gegen Dynamo Dresden

Geballte Freude bei Marvin Stefaniak, Christoph Daferner, Ransdorf-Yeboah Königsdörffer und Torschütze Philipp Hosiner (v.l.n.r.)
Geballte Freude bei Marvin Stefaniak, Christoph Daferner, Ransdorf-Yeboah Königsdörffer und Torschütze Philipp Hosiner (v.l.n.r.)  © Picture Point / Sven Sonntag

Und genau das fruchtete, sofort war es ein anderes Spiel.

 Fünf Minuten dauerte es bis zur Führung: Yannick Stark schickte Daferner. Er bediente Hosiner, der aus acht Metern direkt abzog. Raeder parierte, doch die Kugel sprang hinter die Linie - Hosiners erster Treffer für die SGD.Jetzt änderte sich das Spiel. Lübeck mache auf, Dresden hatte Platz zum Kontern.

Doch zunächst macht der VfB die Musik, drückte. Plötzlich stand Steinwender allein vorm Tor, doch Kevin Broll (74.) parierte glänzend. Sekunden später wurde Daferner im Strafraum gefoult. 

Klares Ding, doch das traute sich Burda in der völlig überhitzen Atmosphäre nicht. Richtig Dusel hatte Dresden dann noch einmal. Lübeck schnürte die Gäste ein - und muss ausgleichen. 

Einen Querpass hätte Yannick Deichmann zwei Meter vorm leeren Tor nur noch einschieben müssen, schoss zum Glück für die SGD drüber.

Titelfoto: Picture Point / Sven Sonntag

Mehr zum Thema Dynamo Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0