Dynamo muss Fehler abstellen "Das ist keine 3. Liga mehr!"

Dresden - Die Sterne fallen nicht vom Himmel, auch für Dynamo Dresden nicht. Das 1:2 in Heidenheim, und damit die zweite Niederlage am Stück, zeigt einiges, was noch auf die Schwarz-Gelben zukommen wird: Nuancen entscheiden die immer enger werdenden Partien und Fehler werden knallhart bestraft. "Das ist keine 3. Liga mehr", sagte Trainer Alexander Schmidt nach dem Spiel zerknirscht.

War nach der Pleite in Heidenheim bedient, weil seine Mannschaft zu viele Fehler machte: Dynamo-Trainer Alexander Schmidt.
War nach der Pleite in Heidenheim bedient, weil seine Mannschaft zu viele Fehler machte: Dynamo-Trainer Alexander Schmidt.  © Stefan Puchner/dpa

"Unforced error" nennt man das im Tennis - unerzwungener Fehler, einer ohne Not. Im Vorjahr, eine Klasse tiefer, hatten die allermeisten keine Auswirkungen.

Jetzt schlagen sie umso härter ins Kontor.

Paderborn nutzte das vor der Länderspielpause eiskalt aus, Heidenheim machte es jetzt nicht anders. Gegen den SCP leistete sich Michael Sollbauer einen individuellen Patzer, beim 1. FCH war es Sebastian Mai.

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Ein Drittligakicker hätte die in die Füße gelegten Bälle vielleicht irgendwo in die Pampa gebolzt, Kai Pröger und Tobias Mohr zielten ganz genau.

Also heißt es, egal in welchem System man spielt, die Fehler zu minimieren.

Ganz abstellen kann man diese nicht. Fußball ist schließlich ein Fehlersport. Aber die groben sollten weggelassen werden. Wie kriegt man die abgestellt?

"Das ist eher Kopfsache", sagt Trainer Alexander Schmidt."

Sebastian hatte wenig Spielpraxis, das war sein erstes Spiel von Beginn an, vorher wurde er eingewechselt. Er braucht Rhythmus. Aber natürlich, das ist halt nicht mehr 3. Liga, auf dem Niveau werden die Fehler bestraft. Das ist halt ärgerlich, wenn diese Schlüsselmomente die Niederlage besiegeln", so der Coach.

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Sebastian Mai (links) bleibt hier zweiter Sieger gegen Tim Kleindienst. Vor dem ersten Tor unterlief ihm ein Abspielfehler, doch er bereinigte auch einige Situationen.
Sebastian Mai (links) bleibt hier zweiter Sieger gegen Tim Kleindienst. Vor dem ersten Tor unterlief ihm ein Abspielfehler, doch er bereinigte auch einige Situationen.  © Stefan Puchner/dpa

Er ist aber weit weg davon, Mai die Schuld an der Pleite zu geben.

"Er hat hinterher auch viel bereinigt", erklärt Schmidt: "Auch die Anschlussaktion, dass man den Spieler ungehindert schießen lässt. Den muss ich stellen, muss ihn früher blocken."

Auf den 52-Jährigen kommt in dieser Woche eine Menge Arbeit zu, die Niederlage wird er akribisch aufarbeiten und auswerten.

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Am Sonntag muss Dynamo nach Darmstadt. Wie eiskalt dieser Gegner agieren kann, wurde den Dresdnern im Vorjahr in der 2. Runde des DFB-Pokals gezeigt. Die SGD verlor 0:3 .

"Wir dürfen keine einzige Minuten unkonzentriert sein, egal, ob Anfangsphase, mitten im Spiel oder am Ende. Die Jungs müssen einfach verstehen, dass das Niveau höher ist, dass die Spieler besser sind. Wir hatten zu Beginn der Saison vielleicht Spielglück, wo wir auch hätten verlieren können. Die Wahrscheinlichkeit ist einfach höher, dass so etwas bestraft wird als noch in der 3. Liga."

Titelfoto: Stefan Puchner/dpa

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