Dynamo muss gegen Wiesbaden punkten, sonst scheint der Abstieg besiegelt

Dresden - Noch sieben Spiele bis zum Wunder oder eben zum Untergang. Am morgigen Samstag in Wiesbaden müssen die Dynamos zeigen, dass sie gewillt sind, den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Kämpfen, beißen, treten.

Vielflieger Dynamo. Am Mittwochfrüh flogen die Dresdner nach Hannover, abends nach dem Spiel zurück. Am heutigen Freitag geht's erneut mit dem Charterflugzeug nach Frankfurt. Belastend ja, Ausrede darf es keine mehr sein.
Vielflieger Dynamo. Am Mittwochfrüh flogen die Dresdner nach Hannover, abends nach dem Spiel zurück. Am heutigen Freitag geht's erneut mit dem Charterflugzeug nach Frankfurt. Belastend ja, Ausrede darf es keine mehr sein.  © Ronald Bonss

Beim Vorletzten zählen nur drei Punkte, sonst können die letzten Partien als Abschiedstour begriffen werden. Am heutigen Freitag geht es wieder in den Flieger in Richtung Hessen, am Samstag muss der Propeller heißlaufen - sinnbildlich!

24 Zähler, noch sieben Partien, um die 40 Punkte sind für den Klassenerhalt notwendig. Niederlagen kann sich Dresden keine mehr erlauben.

Will die SGD dran bleiben, Mut schöpfen, sich selbst an den Haaren packen und aus dem Sumpf ziehen, muss am morgigen Samstag gewonnen werden und die beiden Heimspiele am Dienstag gegen Fürth und in einer Woche gegen den HSV auch.

Klingt alles easy, aber nach null Punkten und null Toren in den ersten beide Begegnungen nach dem Re-Start fehlt einige jetzt schon der Glauben.

Erst Recht nach dieser blutleeren ersten Hälfte am Mittwoch in Hannover. Bei diesem Endspiel muss alles anders, alles besser werden!

"Wir wissen, dass es ein wichtiges Spiel ist. Ob es ein Endspiel ist, werden wir hinterher wissen. Wichtig ist, dass wir in die Verfassung kommen", sagt Dynamo-Coach Markus Kauczinski.

Wegweisendes Spiel gegen Wehen Wiesbaden: Dynamo Dresden steht in der Pflicht

Dynamo-Trainer Markus Kauczinski beim Gang ins Stadion von Hannover mit Glücksbringer unter dem Arm. Vielleicht hilft er am morgigen Samstag.
Dynamo-Trainer Markus Kauczinski beim Gang ins Stadion von Hannover mit Glücksbringer unter dem Arm. Vielleicht hilft er am morgigen Samstag.  © imago images/Joachim Sielski

"Wir wissen, dass wir punkten müssen, um da unten rauszukommen. Wir sind nicht meilenweit weg, aber auch nicht ganz nah dran", so der 50-Jähriger nach der nun schon 15. Saisonniederlage.

In Hannover fehlte es in vielen Bereichen, vor allem was die Mentalität, den Biss und das Zweikampfverhalten anging. Trainiert werden konnte kaum. Kauczinski muss verbal helfen.

Die Truppe war am Mittwoch in der Nacht zurück in Dresden, am heutigen Freitag hebt sie schon wieder ab. Das ist belastend, keine Frage. Aber es darf dennoch keine Ausrede (mehr) sein.

"Jeder Spieltag, jede Erholungsphase hilft uns. Wir hoffen, dass wir am Samstag mit dem, was wir bisher gemacht haben, eine Mannschaft auf den Platz bekommen, mit der man Wehen Wiesbaden gefährlich werden und sie auch schlagen kann", so der Coach, der sicher nicht noch einmal auf Chris Löwe, Linus Wahlqvist, Patrick Schmidt, Godsway Donyoh und Simon Makienok verzichten wird.

Auch der scheidende Sportgeschäftsführer Ralf Minge versucht es mit einer ansage ans Team, ihm geht es um den Verein: "Das sind zigtausende Fans, Mitglieder, Sponsoren und Partner. Diejenigen, die ihr letztes Hemd geben, leiden. Wir müssen uns das vor Augen halten und alles geben. Wenn es dann am Ende nicht reicht, sollten wir uns zumindest nicht Vorwurf gefallen lassen müssen, nicht alles gegeben zu haben."

Titelfoto: imago images/Joachim Sielski

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