Dynamo-Packung gegen Paderborn! SGD kassiert erste Saisonpleite

Dresden - Jetzt hat es Dynamo Dresden erwischt! Der SC Paderborn 07 revanchierte sich für das 1:2 im DFB-Pokal und fügte der SGD die erste Saisonniederlage zu.

Der frühe Schock: Sven Michel (M.) köpft den SC Paderborn mit 1:0 in Führung.
Der frühe Schock: Sven Michel (M.) köpft den SC Paderborn mit 1:0 in Führung.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Die fiel vor 16.000 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion mit 0:3 (0:3) heftig aus. Die Ostwestfalen hatten vor dem Tor die Eiswürfel in der Hosentasche, trafen mit ihren ersten drei Versuchen. Schon nach 26 Minuten war der Drops gelutscht.

Es ist nicht so, dass die Schwarz-Gelben ein schlechtes Spiel machten. Der Einsatz, der Wille, ja sogar das Spielerische stimmten. Diesmal fehlten in allem die berühmten Zentimeter. Das fing schon nach 1:43 Minuten an.

Eine Eingabe von Panagiotis Vlachodimos nahm Christoph Daferner direkt. Der Ball ging Paderborns Keeper Jannik Huth vom linken ans rechte Bein, aber nicht hindurch. Nur Sekunden danach kam Daferner einen halben Schritt zu spät, Heinz Mörschel zögerte aus 17 Metern einen Tick zu lang (5.).

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Und dann schlug es dreimal ein, auch weil die Abwehr ohne Tim Knipping nicht sattelfest wirkte. Nach einem Ballverlust von Vlachodimos schaufelte Julian Justvan die Kugel mit dem Außenrist in den Sechzehner, Sven Michel (8.) stieg (zu frei) hoch und köpfte die Kugel über Kevin Broll hinweg ins Netz.

Dynamo fing sich schnell, bekam aber den nächsten Dämpfer: Michael Sollbauer verstolperte einen harmlosen Rückpass von Yannick Stark. Kai Pröger (24.) spritzte dazwischen, traf aus spitzem Winkel mithilfe des Innenpfostens. Der Jubel der Paderborner war kaum verklungen, da brandete er erneut auf. Pröger (26.) setzte sich zu leicht gegen Michael Akoto durch und traf erneut genau ins lange Eck.

Aufstellungen von Dynamo Dresden und vom SC Paderborn 07

Dynamo-Leader Sebastian Mai (l.) wurde nach dem 0:3 eingewechselt und verlieh der Abwehr mehr Stabilität. Hier duelliert er sich mit Paderborns Führungstorschützen Sven Michel.
Dynamo-Leader Sebastian Mai (l.) wurde nach dem 0:3 eingewechselt und verlieh der Abwehr mehr Stabilität. Hier duelliert er sich mit Paderborns Führungstorschützen Sven Michel.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Dynamo Dresdens Comebacker Robin Becker sieht wegen einer Notbremse die Rote Karte

Der SC Paderborn deckte Dynamos Defensivschwächen gnadenlos auf. Keeper Kevin Broll (M.) war schon in der 26. Minute das dritte Mal geschlagen.
Der SC Paderborn deckte Dynamos Defensivschwächen gnadenlos auf. Keeper Kevin Broll (M.) war schon in der 26. Minute das dritte Mal geschlagen.  © Picture Point/Gabor Krieg

Drei Abschlüsse, drei Tore. Einfach wie Gefriertruhen! Eiskalt! Am 31. August 2019 lag Dynamo letztmalig daheim so früh 0:3 zurück. Gegen den FC St. Pauli gab es damals noch ein 3:3.

Danach sah es nicht aus, weil es dabei blieb. Dynamo versuchte alles, spielte energisch nach vorn. Aber es fehlte immer ein Schritt, immer ein paar Zentimeter. Zumindest brachte die Einwechslung von Sebastian Mai für Mörschel (33.) Ruhe in die Abwehr.

Die zweite Halbzeit kannte nur eine Richtung. Dresden hatte Ecke auf Ecke. Flanke um Flanke flog in den Paderborner Strafraum. Aber die SGD blieb glücklos.

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Sollbauers (50.) Kopfball nach einer Ecke rauschte um Millimeter vorbei. Nach einer Flanke von Stark irrte SCP-Keeper Huth durch den Strafraum, bekam aber den Kopfball von Daferner (51.) genau auf die Brust.

Spätestens als der zur Pause gekommene Pascal Sohm (69.) nur einen Hauch an einer Flanke von Morris Schröter vorbeiflog, schwand bei der SGD die Hoffnung, dem Spiel noch eine Wende geben zu können.

Noch bitterer als das Ergebnis: Robin Becker kam nach 89 Minuten aufs Feld - nach acht Monaten Verletzungspause und flog 70 Sekunden später nach einer Notbremse an Marco Stiepermann mit Rot vom Feld.

Titelfoto: dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

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