Dynamo-Pleite gegen Bayern II: Für Kauczinski lag's an der Einstellung

Dresden - Glaubt man MagentaSport, so muss es am Freitagabend gegen 19.50 Uhr richtig geräuschvoll im Grünwalder Stadion gewesen sein - und zwar in der Dynamo-Kabine. Zu jener Uhrzeit war gerade Pause, Dresden lag bei der "U23" vom FC Bayern München 0:2 hinten. Und das völlig verdient. Trainer und Spieler hatten sich etwas zu sagen. Das soll es lauter gewesen sein als zuvor auf dem Platz.

Das Gesicht sagt alles: Dynamo-Coach Markus Kauczinski war in München von der Leistung seiner Mannen her in den ersten 45 Minuten nicht begeistert.
Das Gesicht sagt alles: Dynamo-Coach Markus Kauczinski war in München von der Leistung seiner Mannen her in den ersten 45 Minuten nicht begeistert.  © Picture Point/Gabor Krieg

Die Einstellung passte irgendwo nicht. Die Spieler versuchten nach dem am Ende deutlichen 0:3 erst gar nicht die Schuld auf die leeren Ränge, auf die somit wieder einmal trostlose Atmosphäre (Chris Löwe: "Das kennen wir doch jetzt zur Genüge!"), den sandigen Boden oder auf den Schiedsrichter zu schieben. Das hätte ihn auch keiner abgenommen. 

Sie bohrten bei sich selbst nach, was löblich ist. Und Coach Markus Kauczinski machte den Anfang. Weil die zweite Hälfte dann zumindest vom Engagement her deutlich besser war, sprach der 50-Jährige in der Tat von einer Einstellungssache. "Es stand ja die selbe Mannschaft auf dem Rasen", sagte er.

Für Kevin Broll war es sogar ein bisschen abzusehen, "weil die anderen Spiele in der ersten Hälfte auch nicht so gefunkt haben. Trotzdem haben wir uns da zurückgekämpft". 

Er hat nun mitbekommen, "dass uns keiner den roten Teppich ausrollt, nur weil wir Dynamo Dresden sind. Die können alle kicken. Da wird keiner eine Truppe mit A-Jugend-Spielern aufstellen. Das ist ein heißer Kampf. Der, der am meisten kämpft, gewinnt auch. Das haben wir bei den Bayern gesehen".

Die Szene, die in München nichts mehr am Ergebnis änderte, aber für Magdeburg schmerzt: Tim Knipping kam nach einer Ecke an den Ball, ging früh zu Boden und wurde dann noch von Kevin Ehlers (2.v.l) "gefoult". Knipping sah Gelb-Rot.
Die Szene, die in München nichts mehr am Ergebnis änderte, aber für Magdeburg schmerzt: Tim Knipping kam nach einer Ecke an den Ball, ging früh zu Boden und wurde dann noch von Kevin Ehlers (2.v.l) "gefoult". Knipping sah Gelb-Rot.  © Picture Point/Gabor Krieg

Dynamo Dresden: Markus Kauczinskis Mannschaft muss zu alter Form zurückfinden

Seine Truppe muss zur Leistung der ersten beiden Pflichtspiele zurückfinden, selbstbewusst, aber nicht selbstgefällig auftreten, mit Wucht Richtung gegnerisches Gehäuse stürmen und vor allem abgezockter. 

Damit sind nicht nur die Angreifer gemeint, sondern auch ein Tim Knipping. Selbst wenn die Ampelkarte unglücklich war, er nicht nur hinfiel, das sollte einem erfahrenen Mann nicht passieren.

In München fiel das nicht mehr ins Gewicht, mal vom dritten Gegentor abgesehen. 

Aber "Knipser" fehlt am Sonnabend gegen Magdeburg, knipste sich aus dem Elb-Derby. Kauczinski muss am 4. Spieltag schon zum zweiten Mal aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre sein Team auf einer wichtigen Position umbauen. Nun ist das Kevin Ehlers mehr als nur zuzutrauen, aber eingespielt ist das Innenverteidiger-Duo nicht. 

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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