Dynamo-Routinier Yannick Stark ackert fürs Comeback: "Will zügig wieder auf dem Platz stehen"

Dresden/Bad Häring - Vor knapp sechs Wochen hatte sich Dynamo Dresdens Yannick Stark (31) im Relegations-Rückspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen. An Training war im Camp in Österreich noch nicht zu denken, an Urlaub aber auch nicht.

Ende Mai beim Relegations-Rückspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern verletzte sich Yannick Stark (31, r.) am Sprunggelenk.
Ende Mai beim Relegations-Rückspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern verletzte sich Yannick Stark (31, r.) am Sprunggelenk.  © Lutz Hentschel

Denn der zentrale Mittelfeldmann ackert für sein Comeback. "Das Band sollte nun wieder so weit angewachsen sein, dass ich demnächst mit leichtem Lauftraining beginnen kann", erklärt er.

In Bad Häring ging das noch nicht. Da schuftete Stark abseits des Platzes mit Jose Portela (37) und den Physiotherapeuten. Stabilisations-Training, Radfahren und Aqua-Jogging standen auf dem Plan, "damit die Pumpe wieder angeworfen wird und die Muskeln aufgebaut werden".

Stark radelte mit dem Fahrrad auch die rund sieben Kilometer vom Hotel zum Trainingsplatz, um bei der Mannschaft zu sein.

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"Das Herz blutet natürlich, wenn ich sehe, wie die Jungs auf dem Platz ackern und sich den Feinschliff holen – da wäre ich sehr gerne dabei", so der Routinier.

Die Bedingungen für seine Reha waren im Gesundheits-Ressort "Das Sieben" natürlich optimal. Auch der noch länger Verletzte Luca Herrmann (23) machte davon Gebrauch.

Außerdem sind natürlich auch die länger verletzten Spieler ein Teil des neuen Teams. Stark ist mit seiner Erfahrung aus 217 Zweit- und 64 Drittligaspielen auch Führungsspieler, weswegen es ihm wichtig ist, "bei der Mannschaft zu sein, nach dem kleinen Umbruch die Neuzugänge kennenzulernen und mich außerhalb des Platzes zu integrieren".

Abseits des Platzes schuftete Yannick Stark (31) im Trainingslager an seiner Rückkehr.
Abseits des Platzes schuftete Yannick Stark (31) im Trainingslager an seiner Rückkehr.  © Lutz Hentschel

Yannick Stark wird den Drittliga-Auftakt gegen seinen Ex-Klub TSV 1860 München verpassen

Statt mit dem Bus fuhr Yannick Stark (31) mit dem Fahrrad zum Training.
Statt mit dem Bus fuhr Yannick Stark (31) mit dem Fahrrad zum Training.  © Lutz Hentschel

Zudem stand auch der Austausch mit Neu-Coach Markus Anfang (48) auf dem Plan. Beim SV Darmstadt 98 hatten sie sich 2020 noch knapp verpasst. Denn Starks Abschied stand bereits fest, bevor Anfang seinen Job beim SVD antrat.

In dieser Saison plant der Trainer fest mit dem defensiven Mittelfeldspieler. Wann Stark aber wieder auf dem Platz zurückkehrt, ist noch offen.

Klar aber ist: Den Auftakt am 23. Juli gegen seinen Ex-Klub TSV 1860 München wird Stark verpassen: "Man sagt, dass es nach einer solchen Bänderverletzung etwa sechs Wochen dauert, bis der Heilungsverlauf abgeschlossen und das Band wieder am Knochen angewachsen ist. Diese Zeit werde ich auch brauchen, um wieder auf den Platz zurückzukehren."

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Eine Kontrolluntersuchung soll Aufschluss geben, wann er wieder einsteigen kann.

"Am liebsten so schnell wie möglich. Aber wenn dort alles gut aussieht, will ich zügig wieder auf dem Platz stehen und in die Richtungswechsel und Passübungen einsteigen, bei denen das Sprunggelenk maximal beansprucht wird. Anschließend wird die Belastung sukzessive gesteigert."

Titelfoto: Lutz Hentschel

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