Dynamo: Shcherbakovski sammelt Spielpraxis, "das war eine geile Sache!"

Dresden - Die 45 Minuten in der ersten Halbzeit beim 1:2 bei Viktoria Köln - das war der bisherige Arbeitsnachweis für Jan Shcherbakovski (21) bei Pflichtspielen von Dynamo Dresden in dieser Saison.

Jan Shcherbakovski (21, r.) traf beim 11:0-Sieg im Sachsenpokal gegen den ATSV Wurzen drei Mal.
Jan Shcherbakovski (21, r.) traf beim 11:0-Sieg im Sachsenpokal gegen den ATSV Wurzen drei Mal.  © Lutz Hentschel

Im Landespokal gegen Wurzen durfte er beim 11:0 über 90 Minuten ran. Auch wenn die Partie kein Gradmesser war, sie tat ihm gut, erst recht seine drei Tore.

Der 21-Jährige, der im belarussischen Mogliev geboren wurde, kam im Sommer aus Halle, war nach Stefan Kutschke (33) der zweite Neuzugang.

Beim HFC funktionierte er im Vorjahr. In 36 Punktspielen traf er viermal, legte drei Treffer auf. Davon ist er in Dresden noch weit entfernt. Der nur 1,74 Meter große Flügelflitzer muss sich hinten anstellen.

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"Ich hatte eine schwierige Phase, weil ich am Anfang verletzt war, die Hälfte der Vorbereitung verpasst habe", sagt er zu seinem komplizierten Start bei Dynamo.

"Ich musste mich wieder herankämpfen. Klar sind die anderen gerade vorn. Mir bleibt nichts anderes übrig, mehr zu machen als die anderen, was ich auch so mache. Dann hoffe ich auf meine Chance und muss die auch nutzen, wenn sie kommt", so Shcherbakovski.

Dynamo Dresden: Wurzen ist kein Gradmesser, aber Jan Shcherbakovski hat seine Chance dennoch genutzt

Jan Shcherbakovski (M.) legte sich gegen Wurzen voll ins Zeug.
Jan Shcherbakovski (M.) legte sich gegen Wurzen voll ins Zeug.  © Lutz Hentschel

Gegen Wurzen hat er sie genutzt, auch wenn die ganz große Gegenwehr nicht vorhanden war.

Gerade sein erstes Tor zum zwischenzeitlichen 4:0 war technisch anspruchsvoll. Eine Flanke von Oliver Batista Meier (21) nahm er mit und wuchtete die Kugel sehenswert in die Maschen. Danach traf er noch zweimal.

Das tat gut. Er konnte über die vollen 90 Minuten gehen. Ein Spiel ist immer noch etwas anderes als ständig nur Training. Er hat es genossen. "Auf jeden Fall! Ich habe Spielpraxis gesammelt, das war eine geile Sache. Und auch mal wieder ein bisschen Spaß haben am Fußball, ein bisschen zocken, das ist immer geil", sagt Shcherbakovski.

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Für ihn war es auch keine lästige Pflichtaufgabe, gegen den Siebtligisten zu spielen. "Es macht immer Spaß. Als kleiner Junge ist man auf den Bolzplatz gegangen und hat Fußball gespielt. Egal, wer da gegenüberstand. Jedes Spiel wird gleich ernst genommen und jedes Spiel möchte ich so hoch wie möglich gewinnen."

Ob er erst in der nächsten Pokalrunde wieder ran darf oder zwischendurch in den Punktspielen, das liegt an ihm. Den ersten Schritt in die richtige Richtung ist er nun gegangen.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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