Dynamo: Sicher und abgeklärt! Wird Paul Will der neue Abwehrchef?

Dresden - Er gab den Abwehrchef im letzten Punktspiel beim SV Wehen Wiesbaden (1:0), spielte da ganz stark auf. Er gab im Test gegen Eintracht Braunschweig (1:0) den zentralen Mann in der Defensive und erledigte diesen Job auch am Sonnabend gegen Pogon Stettin (0:1) mit Bravour: Paul Will (22).

Von links nach rechts: Sebastian Mai (27), Teammanagerin Marie Jenhardt (31), Kevin Ehlers (20), Justin Löwe (22), Tim Knipping (28), Patrick Weihrauch (27) und Robin Becker (24) verfolgten die Partie gegen Stettin als Zuschauer.
Von links nach rechts: Sebastian Mai (27), Teammanagerin Marie Jenhardt (31), Kevin Ehlers (20), Justin Löwe (22), Tim Knipping (28), Patrick Weihrauch (27) und Robin Becker (24) verfolgten die Partie gegen Stettin als Zuschauer.  © Lutz Hentschel

"Ich finde, er hat ein überragendes Spiel gemacht", lobte Dynamo-Trainer Alexander Schmidt (52) seinen Rotschopf nach der Partie.

Wenn der Coach mit Dreierkette spielen lässt, sind drei Innenverteidiger vonnöten. Dynamo hat mit Sebastian Mai (27), Tim Knipping (28), Kevin Ehlers (20), Michael Akoto (23), Antonis Aidonis (20) und Michael Sollbauer (31) sechs im Kader stehen - plus eben jenen Will.

Dessen Hauptaufgabe ist es, den Staubsauger vor der Abwehr zu geben. Doch mehr und mehr ist zu sehen, dass der Spielaufbau mit Will als Abwehrchef bombig läuft. Und: Mai, Ehlers und Akoto werden in zwölf Tagen zum Auftakt gegen den FC Ingolstadt 04 noch immer verletzt sein oder Trainingsrückstand haben.

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Zurzeit spricht vieles für Will, der zwar nicht so eine Kante wie Mai oder Ehlers ist, aber dafür mit seinem Stellungsspiel und der Spieleröffnung glänzen kann.

Und dazwischenhauen kann der 22-Jährige auch: "Ich habe das ja schon öfters gespielt, von daher bin ich offen für die Position. Das macht ja auch Spaß." Ihm kommt es dabei entgegen, dass er nun das komplette Spielfeld vor sich hat.

Mit Paul Will als Dynamo-Abwehchef steht die Defensive sehr sicher

Paul Will (22, l.) lieferte gegen Stettin eine starke Vorstellung als Abwehrchef ab.
Paul Will (22, l.) lieferte gegen Stettin eine starke Vorstellung als Abwehrchef ab.  © Lutz Hentschel

"Das ist man als Sechser ja nicht gewohnt, daher wirkt das anfangs immer wie eine Erleichterung. Ich persönlich merke, dass man das Spiel deutlich besser coachen kann, wenn man die Mitspieler vor sich und einen besseren Blick hat, was das Taktische betrifft, als wenn man in der Schaltzentrale in der Mitte ist", sagt Will.

Das sah gerade im ersten Durchgang gegen Stettin an der Seite von Sollbauer richtig gut aus. Will agierte sicher und abgeklärt. Die Polen waren in der abgelaufenen Spielzeit Dritter, waren also alles andere als Kanonenfutter.

Sie kamen selten durch, weil beide zusammen mit Chris Löwe (32) auf der linken Seite lautstark dirigierten.

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"Das fordert der Trainer von allen. Jeder ist aufgefordert, zu coachen, den Mitspielern zu helfen. Das ist ja nichts Verkehrtes", sagt Will.

Sollte ihn Trainer Schmidt auch Sonnabend zur Generalprobe beim 1. FC Union Berlin wieder in die hinterste Reihe stellen, darf er davon ausgehen, dass er auch zum Auftakt gegen Ingolstadt dort auflaufen wird.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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