Dynamo-Sportchef Becker: "Wenn du Tabellenführer bist, willst du am Ende nicht Vierter werden"

Dresden - Was jetzt weitergeht, soll spätestens am 22. Mai gekrönt werden. Dynamo steigt am Montag bei Türkgücü München ins neue Kalenderjahr ein - als souveräner Spitzenreiter. "Wenn du Anfang Januar Tabellenführer bist, willst du am Ende nicht Vierter werden", sagte Sportgeschäftsführer Ralf Becker auf der Pressekonferenz am Freitag vor der Partie in Bayern.

Ball am Fuß, Blick nach vorn: Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Becker schaut optimistisch in die Zukunft. Dresden geht als souveräner Tabellenführer ins Jahr 2021.
Ball am Fuß, Blick nach vorn: Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Becker schaut optimistisch in die Zukunft. Dresden geht als souveräner Tabellenführer ins Jahr 2021.  © Lutz Hentschel

Noch 21 Punktspiele liegen vor den Dynamos, es geht nahezu ohne Unterbrechung durch bis zu jenem 38. Spieltag Ende Mai.

Allein jetzt im Januar stehen fünf Partien an, zwei davon auswärts, drei daheim.

"Wir haben absolut ehrgeizige Ziele, wir verstecken uns hinter keinem Druck. Wir wissen, was wir können und was wir selbst von uns verlangen. Wir fahren am Montag nach München und wollen unser Spiel gewinnen. Das ist jetzt alles, was zählt", so Becker.

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Mit einem Dreier beginnen, die Serie von acht Partien in Folge ohne Niederlage weiterschreiben - das wäre der nächste große Schritt zum Ziel hin. "Wir müssen uns nicht mehr erklären oder definieren. Das machen schon genug andere Leute. Am allerbesten ist, zu arbeiten, sich auf den Job zu konzentrieren, was wir beeinflussen können. Und das machen wir", erklärte der 50-Jährige.

Becker deutete dabei an, dass der Weg nicht unbedingt mit dem Personal gegangen wird, das derzeit zur Verfügung steht.

Neuzugänge, auch vertragslose Spieler, und Abgänge schloss der Sportchef nicht kategorisch aus.

Leiht Dynamo noch Spieler aus, damit sie Spielpraxis sammeln können?

Niklas Kreuzer beim Punktspiel der Dresdner im Sommer 2020.
Niklas Kreuzer beim Punktspiel der Dresdner im Sommer 2020.  © Picture Point / Gabor Krieg

"Wenn wir etwas machen, müssen wir erst einmal analysieren, welche Position kommt infrage und was ist die beste Alternative. Wenn jetzt einer ein halbes Jahr keinen Fußball gespielt hat und wir brauchen einen, der uns sofort helfen könnte, ist das ein Kriterium, wo man sich das gut überlegen muss. Es ist aber kein Ausschlusskriterium", sagte er. "Optionen in dieser Phase gibt es nicht so viele."

Fast schon reflexartig fällt einem dabei Niklas Kreuzer ein.

Er ist nach seinem Abgang im Sommer bei Dynamo noch immer ohne Vertrag.

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Er kann links und rechts in der Viererkette spielen. Nach der langen Verletzungspause von Chris Löwe, dem das Saison-Aus droht, suchen die Verantwortlichen genau auf jener Position.

Gleichwohl merkte Becker an, dass durchaus die Möglichkeit besteht, "dass ein, zwei Spieler ausgeliehen werden könnten, um Spielpraxis zu sammeln".

Wer das sein könnte, verriet er nicht. Aber es zeigt: Es wird wohl Bewegung in den Dynamo-Kader kommen.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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