Dynamo: Stefaniak kommt in Fahrt, ist aber noch nicht bei 100 Prozent

Dresden - Nach 73 Minuten hatte er sein Tagwerk verrichtet. Unter dem Applaus der 820 Fans und seiner Kollegen wurde Marvin Stefaniak beim 3:0 gegen den SV Meppen ausgewechselt. Fazit: Die Last-Minute-Leihe kommt langsam, aber immer besser in Fahrt!

Marvin Stefaniak ist - wie hier gegen Zwickau - bei Dynamo für die Standards, vor allem die Eckbälle, zuständig. Gegen Meppen führte einer davon zur hochwichtigen Führung kurz vor der Halbzeitpause.
Marvin Stefaniak ist - wie hier gegen Zwickau - bei Dynamo für die Standards, vor allem die Eckbälle, zuständig. Gegen Meppen führte einer davon zur hochwichtigen Führung kurz vor der Halbzeitpause.  © DPA/Robert Michael

Kurz vor Transferschluss hatte Dynamo den 25-Jährigen vom VfL Wolfsburg ausgeliehen. Die Rückkehr des verlorenen Sohnes sorgte nicht nur für Freude, sondern auch für einige Skepsis: Kann das einstige Riesentalent nach schweren Jahren beim VfL und zuletzt in Fürth an alte Stärken anknüpfen? Gegen Meppen jedenfalls gab Stefaniak erstmals eine klare Antwort: Er kann!

"Nicht nur ich, die Mannschaft allgemein hat enorm geackert. Wir haben uns als Mannschaft belohnt. Das freut mich, dass es endlich auch mal ein klarer Sieg war", sagte er nachher mit einem breiten Grinsen im Gesicht. 

Schließlich hatte er seinen Teil dazu beigetragen, mit seinem Eckball das 1:0 durch Philipp Hosiner eingeleitet. 

"Endlich ein Standard, mit dem wir den Knoten haben platzen lassen. Dass mir das gelungen ist, freut mich." 

Allerdings wird sein erster Assist nicht in den Statistiken auftauchen, weil Ransford Königsdörffer den Ball am kurzen Fünfer noch schulmäßig und entscheidend verlängerte. 

Sei's drum. Stefaniak soll bei den Schwarz-Gelben möglichst wieder in die Rolle des Spiritus Rector, des Ideen- und Taktgebers schlüpfen, was ihm gegen Meppen schon ansatzweise gelang. Zum Vergleich: In seiner besten Saison 2015/16 steuerte er vier Tore und schlappe 18 (!) Torvorbereitung zum Aufstieg bei.

Stefaniak laut Kauczinski noch nicht bei 100 Prozent

Nicht nur ein Mann für die feine Klinge: Marvin Stefaniak und Ransford Königsdörffer (r.) bearbeiten Meppens Thilo Leugers.
Nicht nur ein Mann für die feine Klinge: Marvin Stefaniak und Ransford Königsdörffer (r.) bearbeiten Meppens Thilo Leugers.  © Lutz Hentschel

Davon ist Stefaniak auch rein körperlich noch ein Stück weit entfernt. Auch deshalb ging der ein oder andere Pass daneben oder in den Rücken des Mitspielers, die auch noch nicht auf jede Idee ihrer Nummer 13 eingehen.

Aber immerhin: Stefaniak zog das Spiel an sich wie ein Magnet. "Marvin hat das in kurzer Zeit geschafft. Man merkt das, wenn ihm die Spieler schnell den Ball geben. Er ist nun mal ballsicher. In seinen Drehungen, seinen Bewegungen, im ersten Kontakt ist er sehr, sehr gut", lobte dann auch Trainer Markus Kauczinski.

Um sofort zu relativieren: "Er ist noch nicht bei 100 Prozent! Man merkt schon, dass er im Verlauf des Spiels immer mal wieder leicht den Ball verliert und den letzten Pass, die eigene Torgefahr noch verbessern kann. Aber für den Moment und für uns, für diese Phase ist er sehr, sehr wichtig."

Jonathan Meier, Marvin Stefaniak, Christoph Daferner und Torschütze Ransford Königsdörffer (v.l.) bejubeln das vorentscheidende 2:0 gegen Meppen.
Jonathan Meier, Marvin Stefaniak, Christoph Daferner und Torschütze Ransford Königsdörffer (v.l.) bejubeln das vorentscheidende 2:0 gegen Meppen.  © Lutz Hentschel

Der Anfang ist also getan. "Die Jungs haben ein super Spiel gemacht", lobte Stefaniak. "Respekt für diese Leistung, da müssen wir in den kommenden Wochen anknüpfen. In Saarbrücken wollen wir natürlich auch abräumen."

Titelfoto: Lutz Hentschel

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