Dynamo-Pleite gegen Hertha-Bubis! Schwerer Neuanfang bei Gluthitze

Dresden - Aller Neuanfang ist schwer. Dynamo hat das erste Testspiel in der Vorbereitung auf die kommende Drittliga-Saison mit 2:3 (1:1) gegen die Zweite von Hertha BSC verloren.

Herthas Omar Rekik (l.) im Kampf um den Ball gegen Dynamo-Neuzugang Agyemang Diawusie.
Herthas Omar Rekik (l.) im Kampf um den Ball gegen Dynamo-Neuzugang Agyemang Diawusie.  © Lutz Hentschel

Der größte Gegner im leeren Harbig-Stadion (die Partie musste coronabedingt ohne Zuschauer stattfinden) war die Gluthitze. Auf dem Rasen herrschten Backofen-Temperaturen von fast 40 Grad. Für die Spieler hieß das, die drei großen K auf die Reihe zu kriegen: Kopf, Körper, Kontrahent.

Nach einer knappen Woche Training gelang das der neu zusammengestellten SGD-Truppe - Dynamo-Trainer Markus Kauczinski brachte in der Startelf sieben Neue - zunächst ganz ordentlich. Zumindest konnte Ransford Königsdörffer nach starker Vorarbeit von Agyemang Diawusie mit dem 1:0 in der 7. Minute für das erste echte Erfolgserlebnis sorgen.

Dass die von Ex-Profi Andreas "Zecke" Neuendorf betreuten Hertha-Bubis von der Physis her bereits auf Wettkampf-Niveau sind - sie starten schließlich am kommenden Sonnabend in der Regionalliga gegen Lok Leipzig - wurde mit zunehmender Spielzeit deutlich. 

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Die Jungspunde der Alten Dame waren körperlich präsenter, spritziger, machten ordentlich Druck. Die besseren Chancen verzeichneten dennoch die Gastgeber: Julius Kade (10.) und Diawusie (32.) mussten das zweite Tor machen.

Das fiel dann auf der anderen Seite und war zugegeben wunderschön. Jonas Michelbrink zog aus 18 Metern ab und hämmerte den Ball ins rechte Dreiangel - 1:1 (43.). Nicht unverdient.

Dynamo wechselt komplett durch - Pleite kurz Schluss

Dynamo-Coach Markus Kauczinski (l.) nach der Niederlage im Gespräch mit Panagiotis Vlachodimos (M.) und Pascal Sohm.
Dynamo-Coach Markus Kauczinski (l.) nach der Niederlage im Gespräch mit Panagiotis Vlachodimos (M.) und Pascal Sohm.  © Lutz Hentschel

Zur Pause wechselte Kauczinski komplett durch. 

Nach einem dicken Patzer von Jonathan Meier hätte Herthas Ruwen Werthmüller das 1:2 machen müssen, semmelte die Kugel aber ans Lattenkreuz (49.). Auf der Gegenseite ließ Christoph Daferner einen "Riesen" liegen (52.).

Luka Stor machte es drei Minuten später deutlich besser, ging über rechts ab und legte schön auf Panagiotis Vlachodimos quer - der musste nur noch zum 2:1 einschieben. Das hielt allerdings keine zwei Minuten, weil Werthmüller ein Nickerchen der Dresdner Defensive zum erneuten Ausgleich nutzte (57.).

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Glück für Dynamo: Bilal Cubukcu, mit seinen 33 Jahren so was wie der Papa der Bubi-Kompanie, knallte den Ball an die Lattenunterkante (75.). Pech für Dynamo: Maximilian Storm machte mit dem 2:3 in der 88. Minute schließlich doch noch den Sieg der Berliner perfekt.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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