Dynamo-Trainer noch ohne neuen Vertrag: Eine Belastung für alle?

Dresden - Nicht bei der Sache! Das waren alle Dynamos beim blamablen 0:2 in Unterhaching. Trainer Markus Kauczinski (51) kann da nicht ausgenommen werden.

Der aktuelle Arbeitsvertrag von Coach Markus Kauczinski (51) bei Dynamo Dresden endet am 30. Juni. Noch ist unklar, ob der Kontrakt verlängert wird, sowohl Kauczinski als auch die Vereinsführung schweigen zu diesem brisanten Thema.
Der aktuelle Arbeitsvertrag von Coach Markus Kauczinski (51) bei Dynamo Dresden endet am 30. Juni. Noch ist unklar, ob der Kontrakt verlängert wird, sowohl Kauczinski als auch die Vereinsführung schweigen zu diesem brisanten Thema.  © Lutz Hentschel

Er wirkte fahrig, sah nach der Partie erstmals überhaupt Dinge, die nicht da waren. Das kennt man von ihm nicht. Er war zudem fast schon zu ruhig. Andere wären bei der Nicht-Leistung durch die Decke gegangen. Belastet seine Situation ihn und seine Mannschaft zu sehr?

Unruhe ist ja ein Wort, dass bei Dynamo ein und aus geht.

Im Vorjahr kam die Vertragssituation um Ralf Minge zum ungünstigsten aller Zeitpunkte, jetzt ist es Kauczinski, dessen Arbeitspapier bis zum 30. Juni datiert ist.

Ein klares Bekenntnis zu einer weiteren Zusammenarbeit gibt es von beiden Seiten nicht. Man wolle erst die Ziele erreichen, heißt es - vom Trainer und auch von Sportgeschäftsführer Ralf Becker (50)

Aber wäre jetzt nicht der Zeitpunkt, klar Schiff zu machen?

Entweder den Kontrakt mit Kauczinski, der in seinen 17 Monaten in Dresden bislang gute Arbeit geleistet hat, zu verlängern oder eben bekanntzugeben, dass Dynamo definitiv und ligaunabhängig mit einem neuen Trainer in die neue Saison geht.

Vertragsverlängerung könnte entscheidender Impuls für den Aufstieg sein

Dynamos Sportchef Ralf Becker (51).
Dynamos Sportchef Ralf Becker (51).  © Picture Point / Sven Sonntag

Vielleicht wäre das auch der entscheidende Impuls für die derzeit etwas neben den Schuhen stehende Truppe?

Becker wich auch in Unterhaching dem Thema geschickt aus: "Ach, ich glaube, wir haben alle ein wahnsinnig gutes Arbeitsklima, alle gemeinsam. Wir haben nicht das Problem, dass wir da irgendwo irgendwelche Themen setzen müssen. Wir sind alle ehrgeizig, leben im Leistungssport. Dynamo Dresden möchte eine gute Zukunft haben. Wir wissen, dass wir dafür am besten Spiele gewinnen, alle gemeinsam. Und dafür sind wir da. Ich glaube nicht, dass wir da einen zusätzlichen Impuls brauchen", sagte er bei MagentaSport.

Ein klares Bekenntnis zum Trainer sieht anders aus. Plant Becker mit Kauczinski?

Plant der Trainer mit Dynamo? Die Gefahr der Unsicherheit sollten die Verantwortlichen nicht unterschätzen.

Die Spieler wissen auch, dass die Zukunft von Kauczinski (offiziell) noch nicht entschieden ist. Das kann im Hinterkopf zu Blockaden führen. Drei gab es jetzt - 0:1 bei 1860, 0:0 gegen Rostock 0:2 beim bis dato abgeschlagenen Schlusslicht Unterhaching.

Und: Die Konkurrenz hat genau das Problem nicht. Dynamo sollte die Unruhe beenden - so oder so. Dafür steht zu viel auf dem Spiel, buchstäblich!

Titelfoto: Lutz Hentschel

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