Dynamo-Trainer Schmidt über Probespieler Traoré: "Will wissen, wie sein Charakter ist!"

Dresden - 220 Bundesligaspiele für Hertha BSC, Augsburg, Stuttgart und Mönchengladbach, 20 Tore. Braucht ein Mann wie Ibrahima Troaré (33) ein Probetraining bei einem Zweitliga-Aufsteiger? "Vom Können her nicht", sagt Dynamo-Trainer Alexander Schmidt (52).

Ibrahima Traoré (33) während des Trainings bei Dynamo. Schon bald könnte die Entscheidung fallen, ob der 33-Jährige künftig die Schwarz-Gelben verstärken wird.
Ibrahima Traoré (33) während des Trainings bei Dynamo. Schon bald könnte die Entscheidung fallen, ob der 33-Jährige künftig die Schwarz-Gelben verstärken wird.  © SGD/Dennis Hetzschold

Traoré war die letzten sieben Jahre bei Mönchengladbach unter Vertrag, im Sommer bekam der 33-Jährige kein neues Arbeitspapier und ist seither arbeitslos.

Seit Donnerstag trainiert der im französischen Villepinte geborene Offensivspieler bei Dynamo Dresden mit.

Am heutigen Samstag könnte schon eine Entscheidung fallen, ob er tauglich ist als Ersatz für die Langzeitverletzten Brandon Borrello (26, Fußbruch) und Panagiotis Vlachodimos (29, Kreuzbandriss).

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Rein ums Fußballerische geht es Schmidt nicht bei diesem Probetraining. Er ist davon überzeugt, dass Traoré den Dresdnern im Angriff sofort weiterhelfen könnte.

Doch der Coach will weitere Parameter abklopfen. "Man muss natürlich schauen, wie ist die körperliche Verfassung. Das ist das A und O. Was hat der Spieler die letzten Monate gemacht, wie ist sein Zustand? Weil wir natürlich relativ zügig, wenn dann, einen adäquaten Ersatz brauchen", so Schmidt.

Alexander Schmidt hat sich bei Ex-Gladbach-Coach Marco Rose über Ibrahima Traoré erkundigt

Dynamo-Trainer Alexander Schmidt (52) will bei Ibrahima Troaré nichts dem Zufall überlassen.
Dynamo-Trainer Alexander Schmidt (52) will bei Ibrahima Troaré nichts dem Zufall überlassen.  © Lutz Hentschel

Auch da dürfte es wohl eher keine Probleme geben.

Mit Sonderschichten lässt sich da viel machen. Doch Schmidt will nichts dem Zufall überlassen. Deshalb hat er mit dem jetzigen Dortmund-Trainer Marco Rose (45) telefoniert, der in den letzten beiden Jahren Traoré in Gladbach unter seinen Fittichen hatte.

"Das waren gute Auskünfte. Entscheidend für mich ist, passt er zu uns oder nicht. Ich will dem Spieler auch mal in die Augen schauen. Was ist er für ein Typ? Ist er ehrgeizig? Kommt er hier her, um sich noch ein paar Euro dazuzuverdienen, will oder hat er noch Ambitionen? Wird er sich mit dem Verein identifizieren? Wir brauchen keine Spieler, die hier herkommen, zum Abkassieren und um vorm Ruhestand noch ein bisschen zu kicken. Das wäre der falsche Weg", spricht Schmidt über seine Gedankengänge, weshalb für ihn das Probetraining wichtig ist.

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Und wie hat er seine Fragen beantwortet?

"Der erste Eindruck ist sehr gut, er ist ein Teamplayer, macht charakterlich einen guten Eindruck. Ich sehe kein Problem." Na dann, zugreifen!

Titelfoto: Montage: SGD/Dennis Hetzschold / Lutz Hentschel

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