Dynamo-Trainer Schmidt zum Thema Impfen: "Ich kann andere Meinungen akzeptieren"

Dresden - Er sticht heraus, weil er eben nicht nur Phrasen drischt. Dynamo-Trainer Alexander Schmidt (52) war am Montagabend beim Zweitliga-Doppelpass bei Sport1 zu Gast. Ein Mann klarer Worte.

Kein Phrasendrescher: Dynamo-Trainer Alexander Schmidt (52) zeigte auch im Zweitliga-Doppelpass bei Sport1 klare Kante.
Kein Phrasendrescher: Dynamo-Trainer Alexander Schmidt (52) zeigte auch im Zweitliga-Doppelpass bei Sport1 klare Kante.  © Lutz Hentschel

Natürlich ging es dort auch um die 1:2-Niederlage in Heidenheim. Dresden begann mit Dreier- und wechselte nach dem 0:1 auf Viererkette. "Das haben wir vorher ausgemacht. Ich rufe da nicht rein, mache nur ein Zeichen. Das war abgesprochen. Aber die Gegentore hatten nichts mit System zu tun", so Schmidt.

Für ihn ist es mit seiner Truppe noch eine Lernphase. "Wir haben jetzt zweimal Lehrgeld bezahlt ohne zu enttäuschen", ist er sicher, dass die Fehler seinem Team nicht mehr zu oft passieren werden und Dynamo wieder die Kurve bekommt.

Natürlich wurden auch andere, derzeit aktuelle Themen angeschnitten.

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Gast war neben Schmidt St.-Pauli-Präsident Oke Göttlich. Der gab bekannt, dass sein Verein im eigenen Stadion auf die 2G-Regel umstellen wird - geimpft oder genesen. Göttlich forderte auch, dass sich alle Spieler impfen lassen sollten.

Auch dazu hatte Schmidt eine klare Meinung. In seinem Team sei seines Wissens nur ein Spieler nicht geimpft.

"Ich vertraue unseren Medizinern. Ich habe es gemacht, auch um andere zu schützen. Ich kann und muss aber andere Meinungen akzeptieren, will keinen bevormunden. Ich will da nicht Polizist spielen und sagen, das ist richtig, das ist falsch. Jeder muss eine Entscheidung treffen, muss dann aber auch damit leben, wenn die Vorschrift im Stadion 2G ist, er dann halt nicht reinkommt."

Titelfoto: Lutz Hentschel

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