Dynamo und Aue im Abwärtstrend! FC Viktoria zum vierten Mal in Folge sieglos

Deutschland - Der Negativlauf der beiden sächsischen Zweitligisten setzt sich fort! Der FC Erzgebirge Aue und Dynamo Dresden verloren ihre Wochenendspiele jeweils knapp.

Die Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg tat Christoph Daferner (23) und Dynamo Dresden weh.
Die Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg tat Christoph Daferner (23) und Dynamo Dresden weh.  © Lutz Hentschel

Die SGD unterlag am Sonntag dem 1. FC Nürnberg mit 0:1, weil man gerade in der ersten Halbzeit eine schwache Leistung zeigte und im zweiten Abschnitt dann vergeblich dem Rückstand hinterherrannte. Denn große Chancen blieben gegen den kompakten und selbstbewussten Gegner bis auf wenige Ausnahmen Mangelware.

So bissen sich die Schwarz-Gelben die Zähne an der FCN-Deckung aus und blieben zum dritten Mal in den vergangenen vier Partien ohne eigenen Treffer.

An der Durchschlagskraft und Effektivität muss Trainer Alexander Schmidt (52) mit seiner Mannschaft in den kommenden Wochen dringend arbeiten, sonst reicht einem Kontrahenten wie dem Club eine Unaufmerksamkeit in Kombination mit einer konzentrierten Defensivleistung für einen Dreier.

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Auch die Präzision im letzten Drittel sollte sich in den nächsten Begegnungen wieder verbessern. Im Idealfall schon am kommenden Samstag (20.30 Uhr). Dort steht das große Auswärts-Highlight der Saison beim FC Schalke 04 um Zweitliga-Rekordtorjäger Simon Terodde (33) an.

Ihn, Marius Bülter (28) und Dominick Drexler (31) muss Dynamo in den Griff bekommen und seinerseits offensiv zuschlagen. Klappt das nicht, droht den Dresdnern die nächste Niederlage...

TAG24-Fußballredakteur Stefan Bröhl beschäftigt sich in seiner wöchentlichen Kolumne diesmal unter anderem mit der sportlichen Lage beim FC Erzgebirge Aue und bei Dynamo Dresden.
TAG24-Fußballredakteur Stefan Bröhl beschäftigt sich in seiner wöchentlichen Kolumne diesmal unter anderem mit der sportlichen Lage beim FC Erzgebirge Aue und bei Dynamo Dresden.  © Picture Point/Sven Sonntag/Lutz Hentschel

FC Erzgebirge Aue steht gegen den FC Ingolstadt 04 gehörig unter Druck!

Unter Coach Marc Hensel (35) agiert der FC Erzgebirge Aue stabiler, wartet aber noch immer auf seinen ersten Saisonsieg.
Unter Coach Marc Hensel (35) agiert der FC Erzgebirge Aue stabiler, wartet aber noch immer auf seinen ersten Saisonsieg.  © picture point/Sven Sonntag

Im Erzgebirge vertiefen sich derweil die Sorgenfalten. Denn obwohl die Veilchen beim Karlsruher SC kämpften, kassierten sie erneut eine knappe 1:2-Niederlage und stehen mit kümmerlichen vier Punkten aus zehn Partien bei 7:18 Toren auf dem letzten Tabellenplatz.

Noch immer wartet der FC Erzgebirge auf den ersten Saisonsieg, der eigentlich am Freitag (18.30 Uhr) im Heimspiel gegen den Vorletzten FC Ingolstadt 04 eingefahren werden muss. Denn wenn Aue dieses richtungsweisende Duell verliert, wird es im Keller immer düsterer.

Ohnehin sind Zweifel angebracht, wie die Mannschaft diesen Negativlauf bald beenden will. Fehlenden Willen kann man ihr nämlich nicht vorwerfen, es mangelt offensiv aber weiterhin an der Effizienz und ebenso wie bei Dynamo auch an der Durchschlagskraft, was bei dem Personal im Sturm allerdings nicht verwundert.

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Defensiv steht das Team unter Marc Hensel (35) zwar stabiler, leistet sich jedoch immer noch zu viele entscheidende Fehler, die auf Zweitliga-Niveau bestraft werden.

Die müssen gegen die Schanzer abgestellt werden, schließlich verfügen sie mit Stefan Kutschke (32) und Dennis Eckert Ayensa (24) über ein gefährliches Angriffsduo, das in der neuen Liga allerdings noch Ladehemmung hat. Lediglich der gebürtige Dresdner Kutschke netzte zweimal ein, Eckert Ayensa wartet noch darauf, dass sein Tor-Knoten platzt. Einladen sollte Aue sie dazu jedenfalls nicht...

FC Viktoria 1889 Berlin kassiert gegen VfL Osnabrück knappe Heimniederlage

Im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark bekommen die Fans des FC Viktoria 1889 Berlin und auch neutrale Fußballanhänger momentan erfrischenden Offensivfußball der Himmelblauen zu sehen.
Im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark bekommen die Fans des FC Viktoria 1889 Berlin und auch neutrale Fußballanhänger momentan erfrischenden Offensivfußball der Himmelblauen zu sehen.  © Stefan Bröhl
Patrick Kapp (24, l.) erzielte für den FC Viktoria 1889 Berlin ein wahres Traumtor gegen den VfL Osnabrück.
Patrick Kapp (24, l.) erzielte für den FC Viktoria 1889 Berlin ein wahres Traumtor gegen den VfL Osnabrück.  © imago images/Matthias Koch

Eine besonders bittere Pleite musste der Drittliga-Aufsteiger FC Viktoria 1889 Berlin hinnehmen! Die Himmelblauen starteten am Freitagabend vor 3112 Zuschauern im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark dynamisch sowie offensivstark in die Begegnung und gingen durch einen herrlichen Distanzkracher von Abwehrchef Patrick Kapp (24) früh mit 1:0 in Führung, ließen anschließend aber mehrere Chancen ungenutzt.

Das sollte sich rächen, weil man dem Zweitliga-Absteiger von der Bremer Brücke defensiv viel zu große Räume anbot und im Angriff deutlich an Zug verlor, weitgehend sogar völlig harmlos agierte.

Das Fehlen vom spielstarken und kreativen Topscorer Tolcay Cigerci (26) machte sich an allen offensiven Ecken und Enden bemerkbar.

Nun muss Viki nach vier sieglosen Drittliga-Partien in Folge langsam aufpassen, nicht nach unten durchgereicht zu werden. Zwar spielt die Mannschaft von Trainer Benedetto Muzzicato (43) mitreißenden Angriffsfußball, vergisst dabei momentan aber die defensive Stabilität. So überraschte man Osnabrück zu Beginn zwar, doch der VfL hatte sich bald auf die Spielweise der Hausherren eingestellt, dominierte und nutzte deren Schwächen eiskalt aus.

Distanzkracher-Tor von Patrick Kapp für den FC Viktoria 1889 Berlin gegen den VfL Osnabrück im Video

Das werden auch die kommenden Gegner. Denn am nächsten Samstag (14 Uhr) tritt Viktoria beim 1. FC Magdeburg an, eine Woche später empfängt der Hauptstadtverein mit Borussia Dortmund II einen weiteren Spitzenklub.

Titelfoto: Picture Point/Sven Sonntag/Lutz Hentschel

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