Dynamo und die gute 7! Schmidt noch ungeschlagen, Broll seit 642 Minuten ohne Gegentor

Dresden - Der Lauf des Alexander Schmidt (52) geht weiter! Es war saisonübergreifend sein siebtes Spiel als Trainer von Dynamo Dresden. Sechs Siege und ein Remis stehen nach dem 3:0 zum Zweitliga-Auftakt gegen den FC Ingolstadt 04 zu Buche - alle ohne Gegentor.

Geteilte Freude ist doppelte Freude: Alexander Schmidt (52) umarmt seinen Co-Trainer Ferydoon Zandi (42, r.).
Geteilte Freude ist doppelte Freude: Alexander Schmidt (52) umarmt seinen Co-Trainer Ferydoon Zandi (42, r.).  © Lutz Hentschel

Eine einmalige Serie für ihn, oder? "Nee", lachte der Trainer. "Das hatte ich bei meinem Auftakt bei 1860 München auch schon mal."

Allerdings ist die Serie ohne Gegentor für ihn eine Premiere. "Das hatte ich damals nicht, stimmt. Aber die sieben Spielen waren es. War halt so. Kann ich mich aus dem Stehgreif daran erinnern", so Schmidt.

In seinem Schatten gab es noch einen anderen Rekord, der mit den sieben Spielen zusammenhängt. Kevin Broll (25) ist der erste Dynamo-Keeper in der Nach-Wendezeit, der das Kunststück schaffte, sieben Spiele in Folge ohne Gegentor zu bleiben.

Ex-Dynamo Linus Wahlqvist führt sein Team als Kapitän zum Sieg!
Dynamo Dresden Ex-Dynamo Linus Wahlqvist führt sein Team als Kapitän zum Sieg!

Der letzte war Braydon Manu (24) beim 0:3 gegen den Halleschen FC in der 78. Minute, der ihn überwinden konnte. "Brollo" ist demzufolge 642 Minuten unbezwungen. Ignjac Kresic (54) schaffte Anfang der 2000er viermal sechs Spiele ohne Gegentor.

Broll lief zum Auftakt gegen Ingolstadt selten Gefahr, hinter sich greifen zu müssen. Beim Stand von 2:0 musste er Mitte der zweiten Hälfte mal bei einem Schuss abtauchen. Alles andere ging vorbei oder drüber. Seine Vorderleute bescherten ihm einen ruhigen Nachmittag.

Kevin Broll (25, r.) klärt vor Stefan Kutschke (32, 2.v.l.) mit dem Fuß. Zu halten hatte Dynamos Torwart nicht so viel.
Kevin Broll (25, r.) klärt vor Stefan Kutschke (32, 2.v.l.) mit dem Fuß. Zu halten hatte Dynamos Torwart nicht so viel.  © imago images/Stefan Bösl
Christoph Daferner (23, 4.v.r.), Panagiotis Vlachodimos (29, 3.v.r.) & Co. genossen nach dem Abpfiff die Atmosphäre im Stadion.
Christoph Daferner (23, 4.v.r.), Panagiotis Vlachodimos (29, 3.v.r.) & Co. genossen nach dem Abpfiff die Atmosphäre im Stadion.  © Lutz Hentschel

Hält Dynamo Dresdens Schmidt-Broll-Serie auch beim HSV an?

Ein durch und durch sympathischer Typ: Alexander Schmidt (52) hat es geschafft, seine positive Energie auf die Mannschaft zu übertragen.
Ein durch und durch sympathischer Typ: Alexander Schmidt (52) hat es geschafft, seine positive Energie auf die Mannschaft zu übertragen.  © Lutz Hentschel

Auch, weil sie von Beginn an den Vorwärtsgang eingeschaltet hatten. Nie kamen Zweifel auf, wer hier den Platz als Sieger verlassen wird.

"Mir hat imponiert, dass sie von der 1. bis 90. Minute konzentriert waren. Auch in den Phasen, als wir uns erholt haben, lief der Ball hervorragend", lobte Schmidt seine Mannen.

"Sie haben Geduld bewiesen, als in der ersten Phase die Torabschlüsse noch nicht gelangen, die Flanken etwas zu weit kamen. Sie haben sich nicht aus der Ruhe bringen lassen, bis Chris Daferner in seiner unnachahmlichen Art das 1:0 gemacht hat."

Zweit- und Drittliga-Wahnsinn: Teams rücken immer enger zusammen!
Dynamo Dresden Zweit- und Drittliga-Wahnsinn: Teams rücken immer enger zusammen!

Nun weiß der 52-Jährige aber auch selbst, dass es nur der erste Schritt, Ingolstadt an diesem Tag nicht der allergrößte Maßstab war.

Es kommen stärkere Gegner. Der Auftritt am Sonntag beim Hamburger SV wird die erste echte Nagelprobe werden.

"Wir müssen ganz schnell wieder runterkommen", mahnte er deshalb auch. Geht die Schmidt-Broll-Serie beim HSV in die achte Runde, dann hätten die Dynamos schon viel erreicht.

Nämlich nichts anderes als eine große Überraschung.

Titelfoto: Lutz Hentschel

Mehr zum Thema Dynamo Dresden: