Dynamo und Fans geben Erklärung zu den Vorkommnissen rund ums Aufstiegsspiel ab!

Dresden - Eine Erklärung von Fans für Fans! Dynamo Dresden und Vertreter der Anhänger haben nach dem Turnustreffen am 2. Juni gemeinsam Stellung zu den Geschehnissen rund um das Aufstiegsspiel gegen Türkgücü München bezogen.

Nicht alle Anhänger beherzigten das Leitbild des Vereins und die Fancharta bei den Ausschreitungen rund um das Aufstiegsspiel.
Nicht alle Anhänger beherzigten das Leitbild des Vereins und die Fancharta bei den Ausschreitungen rund um das Aufstiegsspiel.  © Steffen Füssel

In seiner Mitteilung erinnerte der Verein nochmal an die Grundlage der Zusammenarbeit: das Leitbild des Vereins und die seit 2008 bestehende Fancharta. In der werden "unter anderem die Grundsätze für das Verhalten innerhalb und außerhalb des Stadions vereinbart."

Dabei gehe es um "ein respektvolles Miteinander und Gewaltfreiheit." Dem Klub sei klar, dass die Fans "in den zurückliegenden Monaten der Corona-Pandemie (...) nicht wie gewohnt mit Leidenschaft und Emotionen gemeinsam im Stadion unterstützen" konnten.

Die Anhänger hätten sich "bei Heim- und Auswärtsspielen die ganze Saison über stets verantwortungsvoll verhalten und ihren Verein abseits der Stadien und im Rahmen der geltenden Corona-Schutzmaßnahmen unterstützt."

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Deshalb verstehe man, dass "es zahlreichen Dynamo-Fans ein nachvollziehbares emotionales Bedürfnis" gewesen sei, "nach dem bitteren Moment des Abstiegs 2020, den nun wahr gewordenen Traum des direkten Wiederaufstieges in die 2. Bundesliga gemeinsam und mit der Mannschaft zu erleben."

Deshalb wurden vorher die bereits bekannten Möglichkeiten diskutiert, die allerdings wegen des "am 16. Mai 2021 geltenden Bundesinfektionsschutzgesetzes (...) leider nicht umsetzbar" waren. Zudem galt in ganz Sachsen "ein grundlegendes Veranstaltungsverbot bis Ende Mai."

Dynamo Dresdens vollständige Erklärung

Dynamo Dresden will "die Vorfälle (...) in keiner Weise rechtfertigen" und distanziert sich von ihnen

Ein eindrückliches Foto, das wohl noch lange in Erinnerung bleibt: Auf der einen Seite die Polizei, auf der anderen Dynamo-Anhänger.
Ein eindrückliches Foto, das wohl noch lange in Erinnerung bleibt: Auf der einen Seite die Polizei, auf der anderen Dynamo-Anhänger.  © DPA/Picture Alliance

Diskutiert wurden: "Ein Heimspiel mit einer Teilzulassung von Zuschauern auf Basis des bewährten Hygienekonzeptes."

Außerdem: "Ein Heimspiel ohne Zuschauer im Stadion, aber einem vom Verein organisierten 'Corona-gerechten Fanbereich' am Stadion (inkl. Hygienekonzept zur Kontaktnachverfolgung)."

Ebenso: "Ein Heimspiel ohne Zuschauer im Stadion, aber einem vom Verein organisierten 'Corona-gerechten Fanbereich' an den innerstädtischen Elbwiesen, um dort mit der sich auf dem Dampfschiff 'Dresden' befindenden Aufstiegsmannschaft einen individuellen, unvergesslichen Moment der Gemeinschaft zu ermöglichen."

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Und zu guter Letzt: "Eine an das Aufstiegsspiel anschließende Busfahrt der Mannschaft im offenen Doppeldecker entlang einer im Vorfeld bekanntgegebenen Route, wo Fans und Mannschaft gemeinsam und zugleich Corona-konform diesen emotionalen Moment hätten feiern können."

Dynamo verdeutlichte: "Wir möchten an dieser Stelle überhaupt nichts relativieren, sondern uns klar und deutlich distanzieren: Die Vorfälle am letzten Heimspieltag der Saison 2020/21 rund um das Rudolf-Harbig-Stadion sind in keiner Weise zu rechtfertigen. Jeder Mensch, der an diesem Tag verletzt oder anderweitig Schaden erlitten hat, ist ein Mensch zu viel."

Die SGD gab zudem bekannt: "Auf der digitalen Mitgliederversammlung am Samstag, dem 12. Juni, informiert der Verein ausführlich unter anderem über den Stand der Aufarbeitung und erste Ideen, Maßnahmen sowie Herausforderungen."

Titelfoto: DPA/Picture Alliance

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