Dynamo und Knipping haben jetzt richtig Blut geleckt!

Dresden - Die Dreierreihe in der Abwehr hat in Lotte gegen Uerdingen gehalten. Sie war weder am Boden noch in der Luft verwundbar. Obwohl, das stimmt nicht ganz. Tim Knipping (28) bekam gleich zu Beginn - mal wieder - einen vor den Latz gedonnert. Doch die blutige Lippe stachelte ihn nur noch mehr an.

Beim Spiel in Lotte bekam Tim Knipping (28) einen Schlag ins Gesicht, spuckte danach Blut.
Beim Spiel in Lotte bekam Tim Knipping (28) einen Schlag ins Gesicht, spuckte danach Blut.  © imago images/Steffen Kuttner

"Das war ziemlich am Anfang. Da habe ich wieder sprichwörtlich einen auf die Fresse bekommen", lachte Dynamos Abwehr-Ass nach dem 2:0 gegen den KFC bei DynamoTV. "Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich etwas größer bin. Aber irgendwie muss schon viel passieren, dass gegen mich mal etwas gepfiffen oder eine Karte gezogen wird", erklärte er süffisant.

Doch "Knipser" ließ sich mit seiner Truppe nicht aus der Spur bringen. Er wuchtete sich in jeden Kopfball, entschied gefühlt 99 von 100 Duellen in der Luft, war am Boden immer nah dran am Gegenspieler. Knipping räumte mit seinen Nebenleuten ab.

"Wir wussten, da ist kein Schönheitspreis zu gewinnen. Es ging nur über Zweikämpfe, über die Grundtugenden, die in den letzten Wochen gefehlt haben. Das war sehr gut", so der 28-Jährige.

Schon vor den beiden Nachholern gegen Duisburg und eben in Lotte gegen den KFC hatte Dynamo alles in der eigenen Hand. Nur mit zwei Siegen rechneten nach den schlechten Partien in Unterhaching (0:2) und Halle (0:3) die wenigsten. Dresden ist wieder on top und will es nun natürlich bleiben. Allerdings geht es am heutigen Dienstag in Paderborn gegen Verl in die zweite englische Woche am Stück, während die Konkurrenz ausgeruht ist.

"Uns hatten viele abgeschrieben. Jetzt haben wir gezeigt, was in der Mannschaft steckt. Das ist ein brutaler Charakter im Team. Es ist auch nicht selbstverständlich, nach all diesen Nackenschlägen zurückzukommen", so Knipping, der pushte: "Wir sind jetzt zwei Spiele extrem marschiert und das werden wir auch in den kommenden vier Partien tun." Dynamo und Knipping haben nicht nur sprichwörtlich Blut geleckt.

Titelfoto: imago images/Steffen Kuttner

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