Dynamo verliert bei britischem Wetter gegen Norwich City

Delbrück (Nordrhein-Westfalen) - Thüringen, Niedersachsen, Hessen, NRW - Dynamo befuhr vier Bundesländer, reiste vom Camp-Ort Heilbad Heiligenstadt nach Delbrück (liegt bei Paderborn) 170 Kilometer, um gegen den Premier-League-Absteiger Norwich City zu testen. 

Hat Markus Kauczinski seine Stammformation für den Auftakt bereits im Kopf?
Hat Markus Kauczinski seine Stammformation für den Auftakt bereits im Kopf?  © Uwe Anspach/dpa

Dresden verlor auch sein viertes Spiel in der Vorbereitung bei widrigen Bedingungen mit 0:2 (0:1).Kristallisiert sich hier schon eine Stammelf heraus? 

Trainer Markus Kauczinski begann mit Kevin Broll im Tor. Die Viererkette bildeten Robin Becker, Sebastian Mai, Tim Knipping und der diesmalige Kapitän Chris Löwe, der zum Auftakt in Lautern allerdings noch gesperrt ist. 

Auf der Sechserposition lief Marco Hartmann auf, die beiden Achter waren Yannick Stark und Patrick Weihrauch. Im Angriff agierten Pascal Sohm, Philipp Hosiner und "Pana" Vlachodimos.

Das Spiel war insgesamt zäh, was nicht zwingend an beiden Mannschaften lag. Das Wetter war typisch britisch - Regen und teils extremer Wind. Der Rasen war es nicht: Stumpf, zu hoch, mit einigen Löchern, kurz: 

Es war ein Acker, weit weg von einem Teppich. Den ersten ordentlichen Spielzug nutzte Norwichs Teemu Pukki (12.), der nach Pass von Lukas Rupp eiskalt aus elf Metern verwandelte. 

Dynamo Dresden spielte gegen Norwich City mal wieder in weinroten Trikots

Dynamo Dresden tauschte in der 2. Halbzeit voll durch

Marco Hartmann (links) und neben ihm Sebastian Mai, der durchspielte.
Marco Hartmann (links) und neben ihm Sebastian Mai, der durchspielte.  © Lutz Hentschel

Die beste Dynamo-Chance hatte Stark (21.). Nach einem abgewehrten Löwe-Freistoß hielt er aus 17 Metern volley drauf - knapp vorbei. 

Die Dynamo-Roten waren gegen die flinken, spielfreudigen Engländer in der Defensive geordert, machten das nach dem Rückstand gut. 

Allerdings fehlte die Bindung nach vorn fast völlig. In der zweiten Hälfte wechselten die Kanarienvögel komplett, Dynamo tauschte bis zur 76. Minute zehnmal aus - nur Mai blieb.

Das war dem Spielfluss anzumerken. Vieles blieb Stückwerk, wobei Dresden ordentlich dagegenhielt, hinten kaum was anbrannte.

Doch wie schon in Durchgang eins, ging in der Offensive nicht viel. Bei einigen Spielzügen fehlte die letzte Konsequenz - oder der Rasen durchkreuzte die Pläne. 

Norwich hatte kaum was zu bieten, traf aber mit einer guten Aktion zum 2:0: Jordan Hugill (83.) lupfte die Kugel frei vor Patrick Wiegers ins Netz. 

Einen starken Eindruck machte in der zweiten Hälfte Paul Will. Der Bayern-Neuzugang gab sein Debüt, pflügte geschickt und energisch durchs Mittelfeld - er ist eine Bereicherung.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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