Dynamo verliert deutlich in Hannover: Nach 17 Minuten war alles entschieden

Dresden - Klar, ohne große Vorbereitung solch einen Ritt zu meistern, ist schwer, aber: So einfach darf es Dynamo einem Gegner auch nicht machen. Hannover spielte nicht mal Katz' und Maus mit den in Weiß sowie mutlos agierenden Dresdnern und kickte sie in Hälfte eins dennoch mühelos an die Wand. Das 3:0 (3:0) zur Pause sagte alles. 

Dresdens René Klingenburg liegt verletzt auf dem Rasen und schlägt die Hände über dem Gesicht zusammen.
Dresdens René Klingenburg liegt verletzt auf dem Rasen und schlägt die Hände über dem Gesicht zusammen.  © Swen Pförtner/dpa-POOL/dpa

Es war auch der Endstand. Frische vor Eingespieltsein, das war das Motto von Markus Kauczinski in diesem Nachholer vom 26. Spieltag. 

Vom 0:2 gegen Stuttgart blieben nur vier Mann übrig: Kevin Broll, Jannis Nikolaou, Florian Ballas und Dzenis Burnic. 

Der Rest war neu. Gezwungen war der Coach durch die Verletzungen von Ondrej Petrak und Josef Husbauer nur zu zwei Wechseln. Wurde die anderen für Wiesbaden geschont?

Das Spiel begann vor den Augen von Noch-Sportgeschäftsführer Ralf Minge wie zuletzt. Der Gegner ging mit seiner ersten Chance in Führung - und Dynamo half mit. 

Burnic verlor in Höhe der Mittellinie den Ball, Genki Haraguchi steckte an Nikolaou vorbei auf Marvin Ducksch (10.) durch, der Broll mit einem Schrägschuss ins kurze Eck überwand - maximal unglücklich.

Schon sieben Minuten später war der Drops gelutscht. 

Hannover 96 führte bereits zur Pause mit 3:0 gegen Dynamo Dresden

Vergeblich streckt sich Dynamo-Torhüter Kevin Broll. Das 3:0 für Hannover kann er in dieser Szene nicht mehr verhindern.
Vergeblich streckt sich Dynamo-Torhüter Kevin Broll. Das 3:0 für Hannover kann er in dieser Szene nicht mehr verhindern.  © Swen Pförtner/dpa-POOL/dpa

Die 96er konnten von Strafraum zu Strafraum ungestört aufbauen, Julian Korb passte in die Mitte, John Guidetti schob ein - 2:0.

Die Gäste bekamen auch in der Folge keinen Zugriff, machten Fehler, die nur zum Teil auf die mangelnde Praxis zu schieben waren. Die Defizite vor allem im Abwehrverhalten aller waren zu groß. Zu allem Übel verlor Dresden noch Burnic.

Edgar Prib war in ihn reingerutscht, verdrehte ihm das linke Knie. 

Für Burnic kam René Klingenburg (27.).Den Deckel auf die Partie machte der Gastgeber noch in Hälfte eins. 

Dabei hielten die Sachsen wiederholt die Abstandsregel ein. Ballas und Horvath attackierten Flankengeber Ducksch auf Außen gar nicht. Nikolaou stand zwei Meter hinter Prib (45.), der den Ball per Kopf ins lange Eck rutschen ließ - 3:0!

Mut machte der Dynamo-Start in die zweite Hälfte. Vielleicht wäre die Partie nochmal spannend geworden, wenn Klingenburgs (49.) klasse Kopfball Zentimeter tiefer gekommen wäre, so klatschte er ans Gebälk. 

Die zweite Hälfte gestaltete sich insgesamt ausgeglichener. Dresden zeigte sich aggressiver, besser in der Abwehr. Hannover schaltete einen Gang zurück, blieb aber Herr der Lage.

Titelfoto: Swen Pförtner/dpa-POOL/dpa

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