Dynamo verliert Testspiel gegen Heidenheim: "Chancen zum Ausgleich waren da"

Angerberg (Österreich) - Aller guten Dinge sind drei? Nicht immer, denn im dritten Testspiel gab's jetzt für Dynamo Dresden auch die erste Niederlage. Knapp zehn Kilometer entfernt vom Trainingscamp unterlag der Drittligist im Sportpark Angerberg dem Zweitligisten FC Heidenheim mit 0:1 (0:1).

Dynamo-Coach Markus Anfang (48, M.) hatte mit seiner Truppe während des Testspiels gegen Heidenheim einiges zu besprechen.
Dynamo-Coach Markus Anfang (48, M.) hatte mit seiner Truppe während des Testspiels gegen Heidenheim einiges zu besprechen.  © Lutz Hentschel

"Man hat gemerkt, dass das ein anderes Kaliber ist. Die Intensität war auch hoch, aber die Jungs haben es angenommen. Im Spiel gab es immer neue Aufgaben, das war nicht leicht, wir haben aber Lösungsmöglichkeiten gehabt. Ich bin recht zufrieden", bilanzierte Dynamo-Coach Markus Anfang.

Das sah schon auch nicht schlecht aus, was Dynamo da zeigte. Aber wenn es Heidenheim dann mal schnell machte, war’s für die SGD zu schnell.

Bestes Beispiel: In der 8. Minute schaltete der Zweitligist einmal rasant um, Dynamo fehlte in der Rückwärtsbewegung die Ordnung und Nachwuchsspieler Paul Lehmann klärte unglücklich ins Zentrum. Dzenis Burnic durfte mit massig Zeit ins rechte untere Eck abschließen.

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Doch nicht nur das Tempo des FCH machte den Schwarz-Gelben ab und an Probleme, auch die Härte, mit der der Zweitligist agierte, war für ein Testspiel mindestens eine Spur zu hart.

Paul Will konnte deswegen ab der 19. Minute auch schon nicht mehr mitwirken, Max Kulke kam für den defensiven Mittelfeldspieler. Und der Rechtsfuß leitete knapp 20 Minuten danach Dynamos Fast-Ausgleich ein.

Sein Eckball landete perfekt auf Stefan Kutschkes Kopf, der Ball wurde erst hinter der Linie geklärt, die Unparteiischen ließen aber weiterspielen.

Das entscheidende Tor: Heidenheims Dzenis Burnic (20, im blauen Trikot) trifft zum 1:0.
Das entscheidende Tor: Heidenheims Dzenis Burnic (20, im blauen Trikot) trifft zum 1:0.  © Lutz Hentschel
Es ging ganz schön hart zu: Paul Will (23, am Boden liegend) konnte ab der 19. Minute nicht mehr mitspielen.
Es ging ganz schön hart zu: Paul Will (23, am Boden liegend) konnte ab der 19. Minute nicht mehr mitspielen.  © Lutz Hentschel
Die "Reisegruppe Antalya" gedenkt auch in Österreich dem im Mai verstorbenen Roy.
Die "Reisegruppe Antalya" gedenkt auch in Österreich dem im Mai verstorbenen Roy.  © Lutz Hentschel

Dynamo Dresdens Stefan Kutschke: "Das wurmt mich"

Auch Stefan Kutschke (33) bekam den harten Einsatz der Heidenheimer zu spüren.
Auch Stefan Kutschke (33) bekam den harten Einsatz der Heidenheimer zu spüren.  © Lutz Hentschel

Wenn aber beim Drittligisten was ging, dann hatte meist der Rückkehrer seinen Kopf im Spiel. In der 47. und 54. Minute verpasste der Stürmer ebenfalls knapp. Nur eine Minute darauf scheiterte Dennis Borkowski am eingewechselten FCH-Keeper Paul Tschermuth.

"Das wurmt mich, die Chancen zum Ausgleich und zum Drehen des Spiels waren da", ärgerte sich Kutschke. "In den ein oder anderen Situationen waren wir noch zu unsauber, natürlich ärgert mich das. Es lag aber nicht am Schiedsrichter. Wir hätten auch in anderen Situationen noch das Tor treffen können."

Zum Beispiel, als Phil Harres (73.) den Ball nur an den Pfosten hämmerte. Immerhin: Defensiv ließ die SGD nichts mehr zu, nur vorn sollte es eben nicht mehr mit dem Ausgleich klappen.

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Anfang: "Die ersten 60 Minuten war es richtig gut, danach war ein kleiner Bruch drin. Die Jungs haben es auch gut gemacht. Insgesamt war das schon ok."

Titelfoto: Lutz Hentschel

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