Dynamo zu Vorfall im Schalke-Spiel: "Es gibt keine Legitimation für die Gewalt"

Dresden - Die SG Dynamo Dresden hat die Vorfälle zu Beginn der Partie beim FC Schalke 04 verurteilt: Laut Polizei wurden fünf Ordner im Bereich des Gästeblocks verletzt.

Jürgen Wehlend, der kaufmännische Geschäftsführer der SGD, spricht sich klar gegen Gewalt im Stadion aus.
Jürgen Wehlend, der kaufmännische Geschäftsführer der SGD, spricht sich klar gegen Gewalt im Stadion aus.  © Lutz Hentschel

"Es gibt keine Legitimation für die Gewalt, die im Gästeblock vorgefallen ist. Das verurteilen wir aufs Schärfste. Wir werden unseren Teil zur Aufklärung beitragen", erklärte der kaufmännische Geschäftsführer Jürgen Wehlend.

Der Verein habe bereits Kontakt mit dem Ordner aufgenommen, der ins Krankenhaus eingeliefert wurde.

"Es geht ihm den Umständen entsprechend. Wir werden weiter Kontakt halten, uns entschuldigen", erklärte Wehlend. Auch zur verletzten Polizistin, die bei der Kontrolle eines Autos mit Dresdner Nummernschild verletzt wurde, bestehe Kontakt.

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Wehlend zog dennoch - wie auch die Polizei - größtenteils ein positives Fazit und bedankte sich bei den rund 5000 Dynamo-Fans, die vor Ort waren. Man habe ein friedliches Fußballfest gefeiert.

Zugleich kritisierte der 54-Jährige aber die Vorverurteilung und Schärfe einiger polizeilicher Maßnahmen im Vorfeld der Partie. "Die Verhältnismäßigkeit muss im Vordergrund stehen", erklärte der Geschäftsführer.

Vor allem die mehrere Stunden andauernde Kontrolle von vier Fanbussen sei in ihrem Umfang nicht verhältnismäßig gewesen. "Busfahrer müssen die Lenkzeiten einhalten, Fans durften nur einzeln den Bus verlassen, um ihre Notdurft zu verrichten. Ich kritisiere nicht die Maßnahme, aber den Umfang", erklärte Wehlend.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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