Dynamos breite Brust! "Fahren nicht hin wie die Mäuse und haben Angst"

Dresden - Duckmäusern, kleinmachen, Angst haben? Nicht mit Dynamo Dresden! Die SGD will am heutigen Sonntag (13.30 Uhr) mit breiter Brust beim Hamburger SV auflaufen.

Coach Alexander Schmidt (52, r.) und Dynamo Dresden reisen mit Rückenwind zum HSV.
Coach Alexander Schmidt (52, r.) und Dynamo Dresden reisen mit Rückenwind zum HSV.  © Lutz Hentschel

"Wir dürfen nicht ängstlich auftreten, das haben wir nicht nötig. Wir fahren mit dem Glauben hin, das Spiel zu gewinnen. Das Selbstvertrauen haben wir", so Trainer Alexander Schmidt (52). Selbstbewusst! Gut so!

Und das in Anbetracht der Tatsache, dass die SGD noch nie in Hamburg siegen konnte. Im Europapokal 1974, in drei Partien in der 1. Bundesliga und in zwei Begegnungen in der 2. Liga - gewinnen konnte Dynamo im Volkspark noch nicht.

"Wann? 1974? Da war doch noch gar keiner auf der Welt, außer mir natürlich", lacht er. "Glauben Sie mir, daran verschwendet keiner meiner Jungs auch nur einen Gedanken. Die sind heiß, die wollen", kündigt der 52-Jährige an.

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Er verrät auch, dass er beim HSV seinem Stil treu bleiben will. Kleinigkeiten wird er ändern und anpassen. "Was genau, das sage ich nicht. Sonst ändert HSV-Trainer Tim Walther noch was", grinst er.

Die Lockerheit Schmidts gepaart mit der Energie ist schon beeindruckend. "Wir dürfen nicht hinfahren wie die Mäuse und Angst haben, uh, der große HSV. Volkspark, mein Gott. Natürlich ist das beeindruckend. Wir haben aber selbst viele Zuschauer, ein großes Stadion, sind selbst ein großer Klub. Wir brauchen keine Ehrfurcht haben", powert der Coach.

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Luka Stor (23) droht mit einer Hüftprellung auszufallen.
Luka Stor (23) droht mit einer Hüftprellung auszufallen.  © Lutz Hentschel

Der HSV hat bei seinem Auftakt auf Schalke 3:1 gewonnen, dort absolut überzeugt. Die Rothosen gefielen mit einem dominanten Spielstil, den auch Dynamo bevorzugt. Den will Schmidt wieder durchdrücken.

Das hat er seinen Spielern eingeimpft. "Zu mutig gibt es bei der Mannschaft gar nicht." Die Mannschaft wird sich nicht nur hinten reinstellen, weil es dann nur eine Frage der Zeit ist, wann es einschlägt.

"Wir müssen Paroli bieten, müssen es als 50:50-Spiel gehen. Wir wollen frech auftreten", so Schmidt.

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Personell wird er beim Unterfangen "Überraschung am anderen Ende der Elbe" kaum etwas ändern. Es wird ihm der Kader zur Verfügung stehen, der beim 3:0 zum Auftakt den FC Ingolstadt 04 überrollte.

Lediglich hinter Luka Stor (23) steht nach einer Hüftprellung ein Fragezeichen. Vermutlich wird er nur Nuancen in der Startformation ändern. Und diese soll für den ersten Sieg beim HSV sorgen.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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