Dynamos Chris Löwe lobt das Team: "Charakterlich einwandfrei"

Dresden - VfB Lübeck statt FC Liverpool. Stadion an der Lohmühle statt Anfield, matschiger Rasen statt englischer Teppich. Für Chris Löwe wird es eines dieser Spiele werden, wo der Kopf über Wohl oder Weh entscheidet. Vor zwei Jahren verteidigte er für Huddersfield noch gegen Mo Salah, am Sonnabend heißt sein Gegenspieler Patrick Hobsch. Besteht die Gefahr, die Hanseaten zu unterschätzen?

Vor knapp zehn Jahren spielte Chris Löwe (r.) mit Chemnitz letztmals gegen den VfB Lübeck. 0:0 hieß es im März 2011 an der Ostsee.
Vor knapp zehn Jahren spielte Chris Löwe (r.) mit Chemnitz letztmals gegen den VfB Lübeck. 0:0 hieß es im März 2011 an der Ostsee.  © Imago Images / Frank Krucznyski

Aufsteiger, noch nicht gewonnen, nicht der allergrößte Name in der Welt des Fußballs. Da liegt es nah, unterschwellig zu denken, "naja, wird schon". 

Löwe zieht die Augenbrauen hoch und holt tief Luft: "Ich hoffe, dass wir aus dem Spiel in München bei Bayern II. die richten Lehren gezogen haben. Die hatten bis dahin auch noch nicht gewonnen gehabt", will er deutlich machen, dass es nur mit 100 Prozent Mentalität geht.

Am Samstag kommt das Wetter erschwerend hinzu. Die Innenstadt von Lübeck stand nach einer Sturmflut in der Nacht zu Donnerstag unter Wasser, es hatte zudem tagelang durchgeregnet. Da dürfte auch der Platz, der ohnehin nicht zu besten gehört, schön tief sein. 

"Ich habe dort oben schon gespielt", lacht Löwe. Er weiß aber nicht mehr wann und bei welchen Bedingungen. 

Mit dem Chemnitzer FC spielte Chris Löwe schon beim VfB Lübeck

Chris Löwe - der Dynamo-Mann mit der größten Erfahrung aller. Diese wird Sonnabend in Lübeck bei schwierigen Bedingungen gefragt sein. Die Mentalität muss passen.
Chris Löwe - der Dynamo-Mann mit der größten Erfahrung aller. Diese wird Sonnabend in Lübeck bei schwierigen Bedingungen gefragt sein. Die Mentalität muss passen.  © Lutz Hentschel

Es war am 5. März 2011 in der Regionalliga mit dem Chemnitzer FC. Löwe war zarte 21. Laut Spielbericht hat es gestürmt, bei um die fünf Grad. 

0:0 ging die Partie vor knapp zehn Jahren aus. Könnte morgen wieder klappen - also vom Wetter her. Drei Punkte sollen schon her und nicht nur einer.

"Es wird ein Kampfspiel", wird er wieder energisch. 

"Das müssen wir ernst nehmen. Wir müssen wach sein, 100 Prozent da sein. Wenn wir das sind, haben wir die Chance zu gewinnen. Wenn aber nicht, da können wir dort auch verlieren. Daher gilt es, vom Kopf her da zu sein", fordert er von sich und seinen Team-Kollegen ein.

Der gebürtige Vogtländer geht davon aus, dass alle wach sein werden. 

Löwe skizziert dabei einen gewaltigen Unterschied zum Vorjahr heraus, der tief blicken lässt: "Da sitzt jetzt eine Mannschaft in der Kabine von Position 1 bis 28, die charakterlich wirklich einwandfrei ist. Da probiert nicht derjenige, der auf der Bank sitzt, schlechte Stimmung reinzubringen. Da unterstützt der eine den anderen. Es ist ein einfacheres Miteinander, als es letztes Jahr der Fall war. Das hilft am Ende allen. Denen, die spielen, auch der Gruppe, die nicht spielt. Weil dann auch die Trainingsqualität besser ist. Auch die Qualität am Tag nach der Partie beim Spielersatztraining ist so, wie man es sich vorstellt."

Titelfoto: Lutz Hentschel

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