Sollbauer, Akoto, Schröter und Co.: Wie schlagen sich die Dynamo-Neuzugänge?

Dresden - Zehn Neue hat Dynamo Dresden bis zum Schluss des Transferfensters geholt. Darunter ist auch Julius Kade (22), der im Grunde genommen ein Sofort-Rückkehrer war.

Morris Schröter (26, r., gegen Rostocks Streli Mamba, 27) gelang der Aufstieg in die 2. Liga spielend leicht.
Morris Schröter (26, r., gegen Rostocks Streli Mamba, 27) gelang der Aufstieg in die 2. Liga spielend leicht.  © Picture Point/Gabor Krieg

Von den neun gänzlich Neuen haben gegen den SC Paderborn 07 drei von Beginn an gespielt: Michael Sollbauer (31), Michael Akoto (23) und Morris Schröter (26). Wie haben sich das Trio und all die anderen bisher geschlagen? Der TAG24-Check.

Wer spielt, hat immer gute Karten, positiv in Erscheinung zu treten. Das ist bei Sollbauer der Fall. Der Österreicher hat alle sechs Pflichtpartien inklusive DFB-Pokal absolviert, bisher noch keine Minute verpasst. Er ist ein Stabilitätsfaktor, in der Luft und im Zweikampf stark.

Gegen den SCP hatte er allerdings einen schwarzen Tag, hing bei zwei Gegentoren mit drin. Morris Schröter stand ebenso immer in der Startelf. Er offenbarte keinerlei Startschwierigkeiten, belebt das Dynamo-Spiel, war in Zwickauer aber noch effektiver. Ein Assist (zum 1:0 gegen den FC Ingolstadt 04) ist ausbaufähig.

Zweit- und Drittliga-Wahnsinn: Teams rücken immer enger zusammen!
Dynamo Dresden Zweit- und Drittliga-Wahnsinn: Teams rücken immer enger zusammen!

Michael Akoto bringt es auf fünf Partien. In Paderborn rückte er ins Abwehrzentrum, stand da nicht immer sattelfest.

Besser klar kam er auf der rechten Seite der Viererkette. Von der Position aus gab er auch die Vorlage zum 1:0 gegen Hannover. Der Junge, der immer lacht, ist ein Gewinn.

Michael Akoto (23, l.) gefiel auf der rechten Seite der Viererkette besser als im Abwehrzentrum.
Michael Akoto (23, l.) gefiel auf der rechten Seite der Viererkette besser als im Abwehrzentrum.  © Lutz Hentschel
Verpasste bisher keine Minute: Der Österreicher Michael Sollbauer (31) hält die Abwehr zusammen - mal vom 0:3 gegen Paderborn abgesehen.
Verpasste bisher keine Minute: Der Österreicher Michael Sollbauer (31) hält die Abwehr zusammen - mal vom 0:3 gegen Paderborn abgesehen.  © Lutz Hentschel

Brandon Borrello und Luca Herrmann mit Verletzungspech

Pechvogel: Brandon Borrello (26) brach sich nach dem Pokalspiel gegen Paderborn den Mittelfuß. Vorher überzeugte er.
Pechvogel: Brandon Borrello (26) brach sich nach dem Pokalspiel gegen Paderborn den Mittelfuß. Vorher überzeugte er.  © imago images/Steffen Kuttner

Pech hatten Luca Herrmann (22) und Brandon Borrello (26). Herrmann verletzte sich im zweiten Spiel beim HSV, zog sich eine Knieverletzung zu, fehlt seither. In den ersten beiden Begegnungen war er erstaunlich gut drin.

Er kam immerhin aus der Regionalliga. Das lässt hoffen. Borrello brach sich nach dem Pokalspiel gegen Paderborn den Mittelfuß. Auch er belebte mit seinen schnellen Dribblings das Spiel.

Noch nicht groß oder gar nicht in Erscheinung getreten sind Antonis Aidonis (20), Jong-Min Seo (19) und Guram Giorbelidze (25). Aidonis und Seo sind Leute für die Zukunft, die behutsam aufgebaut werden. Seo spielte im Nachwuchs von Eintracht Frankfurt ein Jahr durch die Pandemie keinen Fußball. Die sportliche Leitung hält große Stücke auf ihn.

Ex-Dynamo Linus Wahlqvist führt sein Team als Kapitän zum Sieg!
Dynamo Dresden Ex-Dynamo Linus Wahlqvist führt sein Team als Kapitän zum Sieg!

Der Georgier Giorbelidze wurde als Back-up für Chris Löwe (32) geholt. Pech für ihn, dass der Routinier gerade seinen dritten Frühling erlebt, der stabilste Dresdner Feldspieler ist.

Bleibt noch Anton Mitryushkin (25). Der Keeper ist die neue Nummer zwei. Dass Kevin Broll derzeit so stark hält, ist auch sein Verdienst. Die beiden Kicker mit den Handschuhen pushen sich gegenseitig.

Titelfoto: Lutz Hentschel

Mehr zum Thema Dynamo Dresden: