Dynamos schwarze Auswärtsserie hält: Regensburger Joker entscheiden

Regensburg - Eine schwache erste Hälfte und mal wieder ein Gegentor nach einem Standard - fertig war Dynamos 1:3-Niederlage bei Jahn Regensburg.

Frustration beim Dresdner Paul Will (rechts) nach dem Führungstor des SSV Jahn.
Frustration beim Dresdner Paul Will (rechts) nach dem Führungstor des SSV Jahn.  © Armin Weigel/dpa

Vor 3413 Zuschauern glich Christoph Daferner (47.) das 0:1 zur Pause aus.

Als Dresden drauf und dran war, die Partie zu drehen, schlug der SSV innerhalb von 120 Sekunden doppelt zu.

Es war von Beginn an ein komisches Spiel. Zwar waren beide Teams um eine spielerische Linie bemüht. Aber mit zahlreichen Stock- und Abspielfehlern machten sich Regensburg und Dresden das Leben selbst schwer.

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Zudem kam, das ausnahmslos alle extreme Probleme mit dem Stand hatten, vor allem bei Antritten. So ziemlich jeder rutschte irgendwann mal weg.

Da war es nur logisch, dass Chancen und Tore aufgrund von Patzern entstanden. Dynamo machte mehr, also hatte der Jahn auch mehr Möglichkeiten.

Er ließ einige aus, stach dann aber doch zu. Auf rechts ging der Ball verloren, Michael Sollbauer verschätzte sich beim Kopfball gegen den energisch zu Werke gehenden Jan-Niklas Beste. Der Ball rollte zu Singh.

Dessen Querpass erreichte Benedikt Saller, der trocken abschloss - 1:0 für den SSV (34.).

Dynamo-Stürmer Christoph Daferner gelingt in Regensburg sein erster Auswärtstreffer in dieser Saison

Gemeinschaftlich jubeln die Schwarz-Gelben über den Ausgleich und herzen Vorbereiter Morris Schröter.
Gemeinschaftlich jubeln die Schwarz-Gelben über den Ausgleich und herzen Vorbereiter Morris Schröter.  © Armin Weigel/dpa

Wollte Dynamo hier was mitnehmen, musste das teils konfuse Abwehrverhalten korrigiert werden und vorn musste mehr Zug rein. Trainer Alexander Schmidt brachte nach der Pause Michel Akoto für den überforderten Aidonis und Morris Schröter für Paul Will. Was dieser Wechsel bewirkte, war sagenhaft.

Akoto schickte Schröter, der lief einen Schritt und flankte scharf und präzise in die Mitte. Dort stand Daferner am kurzen Pfosten und nickte ein - 1:1 (47.) Jetzt war Dynamo da, gab den Ton an, verpasste aber immer wieder den letzten Ball.

Der war stets schlampig gespielt. Daferner per Kopf (65.) und der eingewechselte Patrick Weihrauch (69.) mit einer raffinierten direkten Ecke hatten gute Chancen aufs zweite Tor. Das schoss dann Regensburg, das kam so ziemlich wie Kai aus der Kiste.

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Nach einer Ecke von Beste stieg der eingewechselte Kaan Caliskaner (80.) unbedrängt hoch und köpfte ein. Das alte Standard-Problem.

120 Sekunden später machte der Jahn mit einem Konter alles klar. Der nächste Jahn-Joker stach: Makridis Charalambos.

Titelfoto: Armin Weigel/dpa

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