Dynamos Sportdirektor lobt Entwicklung der Mannschaft, verfällt aber nicht in Euphorie

Dresden - "Stop the Count!" Den hilflosen Spruch von Noch-US-Präsident Donald Trump (74) während der Wahlen würden alle Dynamo-Fans gern sofort in die Tat umsetzen - auf die 3. Liga bezogen.

Schauen zusammen ganz genau auf die Entwicklung der Mannschaft: Dynamo-Trainer Markus Kauczinski (l.) und Sportgeschäftsführer Ralf Becker.
Schauen zusammen ganz genau auf die Entwicklung der Mannschaft: Dynamo-Trainer Markus Kauczinski (l.) und Sportgeschäftsführer Ralf Becker.  © Lutz Hentschel

Dresden ist bis auf Rang zwei gesprungen, einem direkten Aufstiegsplatz. Am Sonnabend gegen Uerdingen soll der fünfte Sieg in Serie folgen.

Doch Sportgeschäftsführer Ralf Becker weiß: "Es wird auch wieder Rückschläge geben", wie er in einem Interview auf Dynamo-TV sagte.

"Wir haben gute Wochen hinter uns. Trotzdem ist es so, Fußball ist ein Wochengeschäft. Unser Anspruch ist, nicht so weit nach vorn zu denken, sondern ans nächste Spiel gegen Uerdingen. Wir wollen mit allen Mitteln den nächsten Sieg", so Becker.

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Die Rückschläge können gern warten.

Was vor genau vor vier Wochen nach dem 1:2 in Saarbrücken noch nicht so recht passen wollte, hat sich jetzt gefügt. Dynamo ist ins Rollen gekommen.

Damals hat der 51-Jährige Ruhe bewahrt, auf verschiedenen Dinge hingewiesen, erklärt, warum es noch nicht zu 100 Prozent passen kann.

Nach der Niederlage in Saarbrücken ist Ralf Becker ruhig geblieben

Sportgeschäftsführer Ralf Becker ist mit der Entwicklung des Teams zufrieden: "Wir haben gute Wochen hinter uns."
Sportgeschäftsführer Ralf Becker ist mit der Entwicklung des Teams zufrieden: "Wir haben gute Wochen hinter uns."  © Lutz Hentschel

Vier Dreier später verfällt er aber auch nicht in Euphorie. "Als Leistungssportler musst du immer den Anspruch haben, dich zu verbessern - egal, wie gut oder erfolgreich die Spiele waren", sagt er im Interview.

"In Duisburg gab es auch Dinge, die jeder Einzelne für sich verbessern kann. Das macht es ja auch aus. So muss es bleiben. Zufriedenheit wäre der erste große Fehler, den wir machen könnten. In den letzten Wochen waren viele Dinge gut, aber einiges können wir auch noch besser machen."

Er sieht einen Grund der Siegesserie in den Umstellungen in der zweiten Halbzeit in Saarbrücken von Vierer- auf Dreierkette und im Angriffszentrum auf zwei Stürmer.

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Dort trug diese noch keine Früchte, danach hingen viermal drei Punkte am Baum. "Ich glaube schon, dass es in dem Augenblick eine richtige und gute Entscheidung war, weil es die Spiele davor aus verschiedensten Gründen nicht so funktioniert hat."

Doch in Stein gemeißelt sieht Becker das alles nicht: "Die Entscheidung war wichtig. Wir sollten aber nicht davon ausgehen, einmal so eine Entscheidung und das machen wir jetzt die nächsten 25 Spiele so, das wird schon laufen. Es gehört zum Fußball immer wieder dazu, zu schauen, wie entwickeln sich Dinge", so Becker.

Und die sollen sich am Samstag weiter positiv entwickeln.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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