Dynamos Yannick Stark geht immer volles Risiko: "Die fliegen auch schon mal zur Eckfahne"

Dresden - Wieder vorm K-Block, wieder diese Stelle, wieder das 1:0, wieder Yannick Stark! Dresdens Neuzugang schoss Dynamo gegen den 1. FC Magdeburg zum 1:0-Sieg (TAG24 berichtete). Aus identischer Position brachte er seine Farben schon im DFB-Pokal gegen den Hamburger SV in Front.

Yannick Stark (r.) bei seinem 1:0 gegen den HSV. Da wuchtete er eine Hereingabe von Panagiotis Vlachodimos in die Maschen.
Yannick Stark (r.) bei seinem 1:0 gegen den HSV. Da wuchtete er eine Hereingabe von Panagiotis Vlachodimos in die Maschen.  © imago images/foto2press

Gegen den HSV verwertete er eine Hereingabe von Panagiotis Vlachodimos, jetzt lauerte er nach einem ruhenden Ball im Rückraum. 

Einen Freistoß von Patrick Weihrauch köpfte Paul Will ans Gebälk, Stark passte auf und wuchtete die Kugel per Dropkick in die Maschen. "Ganz einfach sind die Bälle nicht. Aber in der Situation war es die beste Variante", sagte er 29-Jährige. 

"Ich gehe da immer volles Risiko, den habe ich relativ mit dem Vollspann erwischt. Die fliegen auch gern einmal Richtung Eckfahne oder aus dem Stadion heraus. Das ist mir auch schon einige Male passiert", so der defensive Mittelfeldspieler.

 "Aber wenn der Ball einschlägt, habe ich alles richtig gemacht."

Diesmal war es eben nach einem Freistoß. 

Stark stürzte sich nicht mit ins Getümmel, sondern setzte sich nach hinten ab, hatte dann freie Schussbahn. Genauso geplant? "Nein, das variiert, um ehrlich zu sein. Ich habe da so eine schwimmende Position. Das mache ich aus dem Gefühl heraus, ob ich mit einlaufe oder mich eher absetze. Ist natürlich gut, wenn der Ball dahin kommt, wo ich gerade bin", erklärt Stark.

Da hebt er ab: Dresdens Yannick Stark beim Jubeln.
Da hebt er ab: Dresdens Yannick Stark beim Jubeln.  © imago images/Dennis Hetzschold

Yannick Stark verwertet Abpraller nach Latten-Kopfball von Paul Will

Baugleich sein Siegtor gegen den 1. FC Magdeburg. Paul Will hatte zuvor per Kopf die Latte getroffen. Yannick Stark nahm die Kugel direkt und versenkte sie.
Baugleich sein Siegtor gegen den 1. FC Magdeburg. Paul Will hatte zuvor per Kopf die Latte getroffen. Yannick Stark nahm die Kugel direkt und versenkte sie.  © imago images/Christian Schrödter

Das Tor war Sahne. Er war zusammen mit Will auch derjenige, der es immer wieder aus der Distanz probierte, meist wurden seine Schüsse abgeblockt. 

Doch er ließ nicht locker, belohnte sich und seine Mannschaft. 

"Wichtig war unser Auftreten. Das war von der ersten Minute an sehr geschlossen. Unterm Strich steht ein hochverdienter Dreier, der sich im Derby noch besser anfühlt."

Seine beiden Tore bisher für Dynamo waren annähernd gleich. Doch war etwas anders. Gegen den HSV feierte er noch mit den Fans im K-Block, gegen Magdeburg war da keiner. 

"Das gegen Hamburg war ein emotionaleres Gefühl", gab er zu. 

"Da durften mehr Fans im Stadion sein. Es ist müßig, sich darüber aufzuregen. Es gibt gerade andere Dinge, die unser Leben bestimmen." 

Auf die "anderen Dinge" werden sich Spieler und Fans wohl auch künftig einstellen müssen - gern auch auf die Tore von Stark.

Titelfoto: imago images/Christian Schrödter

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