Eigentor, Vorlage, Grätsche: Akoto ist Dynamos Mann des Tages

Dresden - Mann des Tages! Michael Akoto hing am gestrigen Sonntag beim spektakulären 3:2-Sieg der Dynamos gegen den VfL Osnabrück in drei entscheidenden Szenen mit drin. Ihm unterlief das Eigentor zum 0:1 (36.), er gab den Pass zum 3:2 (71.) durch Claudio Kammerknecht und er rettete mit einer starken Grätsche (88.) gegen den durchbrechenden Marc Heider.

Das unglückliche Eigentor zum 0:1 durch Michael Akoto. Er wollte die Kugel zu Keeper Stefan Drljaca zurück köpfen. Er rutschte aber weg. Die Kugel trudelte ins Tor.
Das unglückliche Eigentor zum 0:1 durch Michael Akoto. Er wollte die Kugel zu Keeper Stefan Drljaca zurück köpfen. Er rutschte aber weg. Die Kugel trudelte ins Tor.  © DPA/Robert Michael

Die Partie hatte also alles für den 25-Jährigen, der am Sonntag wieder auf rechts in der Viererkette spielte. Auch Schmerzen waren dabei, weil er häufiger auf die Socken bekam.

"Das sind noch Nachwirkungen von meiner Fußverletzung. Ist halt nicht so schön, wenn ich da gleich einen drauf bekomme", so Akoto nach der Partie.

Nicht so schön war auch sein Treffer ins eigene Tor. "Bitteres Ding. Ich versuche ihn auf Drille zu köpfen. Er rutscht aus, der Ball geht rein. Wichtig war danach die Reaktion von ihm und mir.

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Wir haben uns gepusht", sagte er und begann zu erzählen: "Das ist mir schon einmal passiert. Damals mit Wiesbaden. Da wollte ich auch zum Torhüter zurück köpfen, ging auch rein. Ich werde die Dinger wohl künftig ins Aus köpfen", grinste er.

In der zweiten Halbzeit dreht Dynamo Dresden mit einem starken Akoto die Partie

Michael Akoto in Feierlaune. Soeben hatte er das 3:2 von Claudio Kammerknecht vorbereitet.
Michael Akoto in Feierlaune. Soeben hatte er das 3:2 von Claudio Kammerknecht vorbereitet.  © DPA/Robert Michael

Aber auch Dank seiner Hilfe konnte Dynamo Dresden die Partie in einer starken zweiten Hälfte mit Vollgas-Fußball drehen.

"Wir haben zuletzt mehr Wert auf die Defensive gelegt. In dieser Woche hat der Trainer gesagt: 'Männer, wir wollen wieder Fußball spielen. Wir wollen das zeigen, was uns ausmacht.' Das ist uns mit den drei Toren gelungen."

Er hatte seinen Anteil daran. Akoto servierte den Ball in die Mitte, Kammerknecht vollendete mit der Hacke.

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Doch auch hinten war er noch einmal der entscheidende Mann. Der eingewechselte Marc Heider war drauf und dran, allein auf Drljaca zuzulaufen. Akoto packte in höchster Not die Grätsche aus und klärte.

"Für einen Verteidiger gibt es nichts Geileres, als so einen Ball zu verteidigen. Wir waren alle außer Puste, aber wir wollten das unbedingt ziehen." Ist gelungen.

Titelfoto: Bildmontage: DPA/Robert Michael

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