Emotionaler Blick ins Innere: "Ein Tag Dynamo" geht unter die Haut

Dresden - Kurz vor dem Saisonstart am Sonnabend gegen den FC Ingolstadt lässt Dynamo Dresden die Aufstiegssaison noch einmal Revue passieren. In vier kurzen Folgen entstand der Film "Ein Tag Dynamo".

Heinz Mörschel (23, r,) machte nach dem geschafften Aufstieg mit Ransford Königsdörffer (19) den "Flieger".
Heinz Mörschel (23, r,) machte nach dem geschafften Aufstieg mit Ransford Königsdörffer (19) den "Flieger".  © Picture Point/Gabor Krieg

Drei Kapitel wurden bereits bei DynamoTV veröffentlicht, das dritte ging an die Nieren. Der Blick ins Innere der Dresdner weckt Emotionen und zeigt, was für eine Truppe da auf dem Rasen stand.

Die Fans sehen im Grunde nur die Spitze des Eisbergs - sprich das Punktspiel am Wochenende. Sie sehen nur den sportlichen Teil jedes einzelnen Spielers.

Wie er wirklich ist, wie er tickt, welche Macken er hat, wie es ihm geht, sprich den Menschen hinter dem Profi-Sportler, das sehen nur die wenigsten.

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Umso bemerkenswerter ist dieser Blick hinter die Kulissen. Es ist ein Eintauchen ins Innere des Teams und ins Innere der Kicker. Die Spieler lassen die Kamera ganz nah an sich heran. Es sind äußerst seltene, aber sehr spannende und sehenswerte Aufnahmen.

In jenem dritten Teil geht es um das Aufstiegsspiel am 16. Mai gegen Türkgücü München.

Hauptperson ist dabei Ransford Königsdörffer (19).

Der Film zeigt die Vorbereitung, die Partie selbst und die Feier nach dem geschafften Aufstieg. Trainer Alexander Schmidt (52) lässt die Kamera in der taktischen Besprechung vorm Spiel zu, lässt tief in seine Seele blicken, als er über sein Aus bei Gegner Türkgücü spricht. Schon allein das ist ehrlich, ist rührend.

Ransford Königsdörffer gönnte sich bei der spontanen Aufstiegsfeier ein, zwei Bierchen.
Ransford Königsdörffer gönnte sich bei der spontanen Aufstiegsfeier ein, zwei Bierchen.  © Lutz Hentschel
Gebannt schauten die Dynamos vorm letzten Heimspiel den Videobotschaften ihrer Liebsten zu.
Gebannt schauten die Dynamos vorm letzten Heimspiel den Videobotschaften ihrer Liebsten zu.  © Screenshot Dynamo TV

Herzzerreißende Minuten vor dem Anpfiff in der Dynamo-Kabine

Bei Kapitän Sebastian Mai (27) flossen Tränen, als er vom Tod seiner Mutter berichtete.
Bei Kapitän Sebastian Mai (27) flossen Tränen, als er vom Tod seiner Mutter berichtete.  © Screenshot Dynamo TV

Aber die Minuten vor dem Anpfiff in der Kabine sind herzzerreißend.

Da bleiben nur bei den Abgebrühtesten die Augen trocken. Die Mannschaft und der komplette Staff stehen Arm in Arm in der Kabine und schauen Videos.

Teammanagerin Marie Jenhardt hatte in der Vorbereitung auf das entscheidende Match Videoschnipsel von den Frauen, Freundinnen, Eltern, Geschwistern und Freunden gesammelt. Diese wurden in der Kabine über einen großen Beamer gezeigt.

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Die gebannten Blicke der Spieler, die vor Freude nassen Augen - das Spiel konnte nur gewonnen werden.

Als wäre das nicht schon emotional gewesen, spricht danach Kapitän Sebastian Mai (27) über den Tod seiner Mutter im Herbst 2020, über den Halt seiner Familie, der drei Geschwister gegenüber dem Vater.

Das lässt einen gerührt zurück.

Titelfoto: Screenshot Dynamo TV

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