Entscheidung fällt am Dienstag: Dynamo hält Kulisse auf dem Betze stand!

Kaiserslautern - Die Entscheidung fällt am Dienstag! Dynamo Dresden hielt der Wahnsinns-Kulisse stand und erkämpfte sich vor 46.179 Zuschauern im Hinspiel der Zweitliga-Relegation ein 0:0 beim Dritten der 3. Liga, dem 1. FC Kaiserslautern. Die SGD blieb somit zum 18. Mal in Folge ohne Sieg. Kämpferisch war das eine große Steigerung zu den Vorwochen, spielerisch war es von beiden Seiten sehr, sehr dürftig.

Die FCK-Fans halten zu Spielbeginn ein Banner mit der Aufschrift "Betzenberg" in die Höhe.
Die FCK-Fans halten zu Spielbeginn ein Banner mit der Aufschrift "Betzenberg" in die Höhe.  © Uwe Anspach/dpa

Dresden kam anfangs vor dieser pulsierenden Kulisse überhaupt nicht in die Partie. Kein Wunder, jeder Ballkontakt wurde ausgepfiffen, jeder Zweikampf und jedes Foul der Lauterer frenetisch gefeiert.

Da kann einem schon einmal der Stift gehen. Dynamo verlor jeden Ball, vor allem Guram Giorbelidze war völlig von der Rolle. Die intensive Gangart hatte zur Folge, dass die SGD zeitig wechseln musste.

Paul Will (17.) prallte mit Daniel Hanslik in der Luft zusammen. Der Kämpfer versuchte es noch einmal, ging aber wenig später benommen vom Feld. Für ihn kam Yannick Stark (21.).

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Als Dresden dann endlich mal dagegenhielt und nicht nur einsteckte, sondern auch kräftig austeilte, wurde die Partie ausgeglichener. Das Spiel lebte von seiner Dynamik, hatte aber keinen spielerischen Glanz.

Dynamo-Angreifer Christoph Daferner (2.v.l.) konnte in der ersten Halbzeit nicht wirklich für Gefahr sorgen.
Dynamo-Angreifer Christoph Daferner (2.v.l.) konnte in der ersten Halbzeit nicht wirklich für Gefahr sorgen.  © Uwe Anspach/dpa

Aufstellungen vom 1. FC Kaiserslautern und von Dynamo Dresden

Christoph Daferner köpft, Matheo Raab pariert glänzend

Umkämpfte Partie: Dynamos Chris Löwe (r.) im Zweikampf mit Lauterns Daniel Hanslik (M.).
Umkämpfte Partie: Dynamos Chris Löwe (r.) im Zweikampf mit Lauterns Daniel Hanslik (M.).  © Uwe Anspach/dpa

Es wurde gearbeitet. Und dann hatte der Gast plötzlich eine Möglichkeit: Warum "Agy" Diawusie (33.) aus elf Metern nicht abzog, sondern abspielte, bleibt ein Rätsel.

Vor FCK-Keeper Matheo Raab standen so viele Leute, der Junge hatte nix gesehen. Da aber auch Lautern keinen toten Hahn von der Stange schoss, blieb es beim 0:0 zur Pause. Kämpferisch eine 1, spielerisch und offensiv eine 5.

Der Kick-and-Rush-Fußball setzte sich auch in der zweiten Halbzeit fort. Hinten konsequent am Mann, wurden die Bälle oft planlos nach vorn gebolzt - bis Giorbelidze mal einen Geistesblitz hatte.

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Seine Flanke köpfte Christoph Daferner (60.), Raab parierte glänzend - die beste Chance bis hierher.

Die FCK-Anhänger feuerten ihre Mannschaft frenetisch an.
Die FCK-Anhänger feuerten ihre Mannschaft frenetisch an.  © Uwe Anspach/dpa

Dynamo Dresden muss am Dienstag den ersten Sieg des Jahres einfahren

Beide Teams schenkten sich nichts: Patrick Weihrauch (r.) setzt zur Grätsche gegen Julian Niehues an.
Beide Teams schenkten sich nichts: Patrick Weihrauch (r.) setzt zur Grätsche gegen Julian Niehues an.  © Uwe Anspach/dpa

Dabei blieb es. Dresden schaffte es überhaupt nicht, Ballbesitzphasen aufzubauen. Es waren immer mal vereinzelte Aktionen. Das eigene Spiel konnten die Dresdner dem limitierten Gastgeber nie aufzwingen, aber zumindest Kaiserslautern vom eigenen Strafraum fernhalten.

Schön war das alles nicht anzuschauen, zumindest für Feinschmecker nicht. Die Schwarz-Gelben hatten die Partie im Griff.

Statt aber den Lucky-Punch zu setzen, begnügten sie sich mit der Kontrolle. Jetzt muss Dresden am Dienstag daheim gewinnen, das erste Mal 2022. Mit den eigenen Fans im Rücken sollte das möglich sein.

Falls Ihr alle Spielereignisse noch einmal ausführlich nachlesen möchtet, könnt Ihr das in unserem TAG24-Liveticker zum Relegations-Hinspiel machen.

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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